fullscreen : Theorie und Casuistik des gemeinen Civilrechts (1)

§.  47.  Injurien.
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von  welchen  sie  sich  nur  durch  die  Art  der  Aeußerung  unterscheiden;
Weber  Bd.  1.  S.  107.  156.
Zu  16)  Bejahend  entscheidet  Leyser  Sp.  546.  Med.  6.
Zu  17)  In  dreifacher  Hinsicht:  atrocem  injuriam  aut  persona,
tempore,  aut  re  ipsa  fieri,  Labeo  ait:  l.  7.  §.  7.  u.  8.  D.  47.
aut
l.  9.  pr.  D.  eod.  —  §.  9.  J.  4.  4.
10.
a)  vermöge  persönlicher  Verhältnisse,  z.  B.  von  Niederen  gegen
Höhere,  l.  17.  §.  3.  D.  47.  10.  —  §.  9.  J.  4.  4.  Nov.  123.
c.  3.,  von  Dienstboten  gegen  ihre  Herrschaften,  von  Kindern  und
Pflegbefohlenen  gegen  ihre  Eltern  und  Pfleger,  gegen  bürgerliche ¬
  Vorgesetzte  oder  in  Amtsfunction  begriffene  öffentliche
Diener;  §.  7.  J.  4.  4.  —  l.  7.  §.  2.  u.  3.  l.  17.  §.  3.  D.
47.  10.  —  l.  4.  C.  9.  35.  —  Leyser  Sp.  543.  Med.  9.
Grolmann  a.  a.  O.  §.  223.
In  Hinsicht  auf  Oeffentlichkeit  sind  die  Injurien  schwerer,  wenn
sie  bei  öffentlichen  Versammlungen,  feierlichen  Gelegenheiten  und
an  öffentlichen  Orten  begangen  werden;  1.  7.  §.  8.  D.  47.  10.
§.  9.  J.  4.  4.  —  Pasquille  gehören  besonders  zu  den
schweren  Injurien  ratione  modi,  Weber  a.  a.  O.  1.  S.  213.
und  sind  hinsichtlich  der  Strafe  besonders  ausgezeichnet;  l.  21.
D.  22.  5.  —  l.  18.  §.  1.  D.  28.  1.  —  l.  5.  §.  9.  u.  10.
D.  47.  10.  —  Pauli  rec.  sent.  V.  4.  15.  u.  16.  —  C.  C.  C.
Art.  110.,  welche  übrigens  h.  z.  T.  nur  arbiträr  ist;  Feuerbach ¬
  a.  a.  O.  §.  300.,  Grolmann  a.  a.  O.  §.  228.
c)  Realinjurien;  1.  7.  §.  8.  D.  47.  10.  —  l.  1.  §.  1.  u.  2.  D.
47.  11.
Zu  18)  Bekanntlich  sind  die  Meinungen  hierüber  sehr  verschieden;
aber  die  größte  Zahl  der  Rechtsgelehrten  (die  Literatur  s.  in  Heffter's
Lehrb.  §.  301.  not.  4.)  und  auch  alle  neuen  Gesetzbücher,  wie  Mittermaier ¬
  a.  a.  O.  S.  896.  bemerkt,  haben  sich  —  wenn  auch  zum
Theil  mit  einigen  Beschränkungen  —  für  die  Zulassung  der  Einrede
der  Wahrheit  erklärt.  Darüber  zwar,  daß  in  der  Regel  die  Einrede ¬
  der  Wahrheit  gegen  die  Injurienklage  schütze,  und  daß  insbesondere ¬
  der  Vorwurf  der  Verleumdung  dadurch  ganz  elidirt  werde,  s.
Grolmann  a.  a.  O.  §.  219.  gegen  C.  C.  C.  Art.  110.  —  kann
nach  Vernunft  und  Gesetz,  s.  l.  18.  pr.  D.  47.  10.  —  l.  10.
C.  9.  35.,  nichts  eingewendet  werden,  aber  in  Ansehung  der  Ausnahmsfälle ¬
  sind  die  Meinungen  verschieden.  Aus  l.  5.  C.  9.  35.,
wo  die  Kaiser  dem  Victorin  auf  seinen  gemachten  Vortrag  zur  Antwort ¬
  ertheilen:  si  non  convicii  consilio  te  aliquid  injuriosum  dixisse
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