Berufung der Verwandten. §. 571.
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, mit Ausnahme der Legitimirten 66 und der aus einer
schaft
putativen Ehe Erzeugten". Eine weit verbreitete Praxis gibt
Erbrecht gegen den Erzeuger, und zwar Kindeserbrecht, auch den
Brautkindern 38. Ueber den Anspruch anderer unehelichen Kinder ¬
auf einen Theil des Nachlasses s. §. 574 Num. 3.
Recht nicht anerkannt werden, während allerdings eine wenigstens früher
sehr verbreitete Ansicht (vgl. Glück S. 501) sie den incestuosi gleichstellte.
Diese Ansicht stützte sich namentlich auf den Ausdruck der Nov. 89 c. 15:
„qui ex complexibus aut nefariis aut incestis aut damnatis processerit“, -
dessen wirklicher Sinn doch nach Nov. 12 c. 1: „si quis illicitas
et contrarias naturae (quas lex incestas et nefandas et damnatus vocat) -
contraxerit nuptias“ keinem Zweifel unterliegt. Gegen diese Ansicht
s. v. Bülow und Spangenberg a. a. OO., Roßhirt Einleitung in
das Erbrecht S. 215, Francke Recht der Notherben S. 179 Note 20,
Mühlenbruch XXXV S. 160, Arndts RLex III S. 684, Köppen
§. 5 Anm. 37 a. E., Vangerow a. a. O., Holzschuher II §. 134
Nr. 2. Doch nimmt Schirmer a. a. O. Note 43 für die Ausdehnung
der römischen Bestimmung auf die adulterini eine gemeinrechtliche Praxis
in Anspruch.
14“ Die Ausnahme, welche das römische Recht in Betreff der Kinder
einer mater illustris macht, (sie sollen nicht mit ehelichen erben, 1. 5 C. ad
SC. Orf. 6. 57), ist heutzutage deßwegen unpraktisch, weil wir illustres im
Sinne der byzantinischen Rangordnung nicht haben. Vgl. Glück S. 521
-523, Mühlenbruch XXXV S. 158, Schirmer §. 12 Note 38.
15 S. I §. 56° Note 4, und außerdem noch 1. 4 D. unde cogn. 38. 8,
§. 4 I. de succ. cogn. 3. 5.
16 S. II §. 522.
17 S. I §. 56° Note 5. Es wird aber öffentlicher Abschluß der Ehe,
d. h. (nach heutigem Recht) vorhergehendes Aufgebot verlangt, c. 3 §. 1 X.
de cland. despons. 4. 3. Befindet sich einer der Ehegatten nicht im Irrthum, ¬
so hat dieser Erbrecht nicht. Vgl. Glück §. 156, Schirmer §. 12
S. 213—215, Holzschuher II §. 134 Nr. 6.
18 Verlangt wird aber ein gültiges Verlöbniß, und daß die Vollziehung
der Ehe durch den Tod eines Theils oder grundlose Weigerung des Vaters
unmöglich geworden sei. Vgl. Uihlein Arch. f. civ. Pr. XIII. 6 (1830),
Pfeiffer prakt. Ausführungen VIII. 7 (1846); Glück §. 155, Mayer I
§. 81 Note 6—8, Schirmer §. 12 S. 215—218; Holzschuher II §.
134 Nr. 5. Seuff. Arch. VIII. 65, XV. 143, XIX. 166, XXVI. 146.
Ein festes Gewohnheitsrecht leugnen die von Heffter Zeitschr. f. Civ. u.
Pr. N. F. XX. 9 mitgetheilten Erkenntnisse der Juristenfacultäten zu Berlin
Marburg und Heidelberg, ferner die Erk. der OAG. zu Rostock bei Seuff.
Arch. XII. 344 (Buchka und Budde Entscheidungen II S. 252 fg.),
Berlin XXV. 40, München XXXII. 252; vgl. auch Seuff. Arch. V. 200.
— Erbrecht der Brautkinder auch gegen die Verwandten des Vaters?
Schirmer a. a. O. S. 219. Seuff. Arch. VIII. 65. Des Vaters gegen