Inhaltsverzeichnis : Schwanzer, Andrea: Entwicklung und Validierung eines deutschsprachigen Instruments zur Erfassung des Selbstkonzepts junger Erwachsener

ERGEBNISTEIL  1:  SKALENKONSTUKTION
5  Ergebnisteil  1:  Skalenkonstruktion
Im  Folgenden  soll  auf  die  Aspekte  der  Skalenkonstruktion  eingegangen  werden.  Dabei
werden  verschiedene  Schwerpunkte  betrachtet:  In  Kapitel  5.1  soll  mittels  Konsistenzanalysen -
  die  Homogenität  der  Langskalen  überprüft  und  eine  Entscheidung  für  ein  Antwortformat -
  erfolgen.  Außerdem  soll  die  Selektion  der  Items  für  die  Kurzskalen  vorgenommen
werden.  Da  es  sich  bei  dem  hier  entwickelten  Instrument  um  eine  Adaption  eines  bereits
bestehenden  Instruments  handelt,  werden  im  ersten  Schritt  die  Konsistenzanalysen  und  erst
im  zweiten  Schritt  Faktorenanalysen  durchgeführt.  Die  Itemauswahl  erfolgt  also  in  erster
Linie  aufgrund  der  Ergebnisse  der  Konsistenzanalysen,  da  zunächst  davon  ausgegangen
wird,  dass  es  eine  Entsprechung  der  faktoriellen  Zuordnung  der  Items  gemäß  der  englischen -
  Originalfassung  gibt.  Mittels  Hauptkomponentenanalysen  soll  zudem  in  Kapitel  5.2
der  Frage  nachgegangen  werden,  inwiefern  eine  konzeptuelle  Unterteilung  der  Items  nach
positiver/negativer  bzw.  affektiverkognitiver  Formulierung  empirisch  belegbar  ist.  Die
Überprüfung  der  Annahme,  dass  die  faktorielle  Struktur  der  Skalen  mit  denen  im  englischen -
  SDQ  III  übereinstimmt,  erfolgt  in  Kapitel  5.3.,  in  dem  die  Befunde  der  Faktorenanalysen -
  dargestellt  werden.  Hierbei  stehen  zwei  zentrale  Aspekte  im  Mittelpunkt:  zum  einen
gilt  es,  die  von  Marsh  (1992a)  gefundene  Faktorenstruktur  mit  dem  hier  entwickelten  deutschen -
  Instrument  zu  replizieren.  Zum  anderen  soll  versucht  werden,  die  Unabhängigkeit
der  aus  BUU  adaptierten  bzw.  neu  entwickelten  Skalen  zu  bestätigen.  In  Kapitel  5.4  werden -
  schließlich  die  Skaleninterkorrelationen  betrachtet  und  die  Zusammenhänge  zwischen
den  Skalen  analysiert.
5.1  Innere  Konsistenz  und  Trennschärfe
Um  Aufschluss  über  die  inneren  Konsistenzen  der  17  eingesetzten  Skalen  zu  erhalten  wurden -
  Item-  und  Konsistenzanalyse  gerechnet'.  Anhand  des  Konsistenzkoeffizienten  Cronbachs -
  a  soll  zum  einen  die  Auswahl  eines  Antwortformats  für  das  hier  entwickelte  Instrument -
  erfolgen.  Hierzu  werden  die  inneren  Konsistenzen  der  Skalen  unter  Verwendung  des
4-stufigen  Antwortformats  denen  unter  Verwendung  des  8-stufigen  Antwortformats  gegenübergestellt. -
  Die  Trennschärfekoeffizienten  werden  herangezogen,  um  eine  Auswahl
der  Items  für  die  Kurzskalen  zu  treffen  und  ungeeignete  Items  zu  eliminieren.  Des  weiteren
Abweichungen  in  den  Angaben  der  berichteten  inneren  Konsistenzen  zu  Schwanzer,  Köller,  Trautwein,
Lüdtke  und  Sydow  (2002)  ergeben  sich  daraus,  dass  in  die  dort  berichteten  Langskalen  lediglich  die  übersetzten -
  Items  eingingen  und  neu  entwickelte  Items  nicht  berücksichtigt  wurden.
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