ERGEBNISTEIL 1: SKALENKONSTUKTION
5 Ergebnisteil 1: Skalenkonstruktion
Im Folgenden soll auf die Aspekte der Skalenkonstruktion eingegangen werden. Dabei
werden verschiedene Schwerpunkte betrachtet: In Kapitel 5.1 soll mittels Konsistenzanalysen -
die Homogenität der Langskalen überprüft und eine Entscheidung für ein Antwortformat -
erfolgen. Außerdem soll die Selektion der Items für die Kurzskalen vorgenommen
werden. Da es sich bei dem hier entwickelten Instrument um eine Adaption eines bereits
bestehenden Instruments handelt, werden im ersten Schritt die Konsistenzanalysen und erst
im zweiten Schritt Faktorenanalysen durchgeführt. Die Itemauswahl erfolgt also in erster
Linie aufgrund der Ergebnisse der Konsistenzanalysen, da zunächst davon ausgegangen
wird, dass es eine Entsprechung der faktoriellen Zuordnung der Items gemäß der englischen -
Originalfassung gibt. Mittels Hauptkomponentenanalysen soll zudem in Kapitel 5.2
der Frage nachgegangen werden, inwiefern eine konzeptuelle Unterteilung der Items nach
positiver/negativer bzw. affektiverkognitiver Formulierung empirisch belegbar ist. Die
Überprüfung der Annahme, dass die faktorielle Struktur der Skalen mit denen im englischen -
SDQ III übereinstimmt, erfolgt in Kapitel 5.3., in dem die Befunde der Faktorenanalysen -
dargestellt werden. Hierbei stehen zwei zentrale Aspekte im Mittelpunkt: zum einen
gilt es, die von Marsh (1992a) gefundene Faktorenstruktur mit dem hier entwickelten deutschen -
Instrument zu replizieren. Zum anderen soll versucht werden, die Unabhängigkeit
der aus BUU adaptierten bzw. neu entwickelten Skalen zu bestätigen. In Kapitel 5.4 werden -
schließlich die Skaleninterkorrelationen betrachtet und die Zusammenhänge zwischen
den Skalen analysiert.
5.1 Innere Konsistenz und Trennschärfe
Um Aufschluss über die inneren Konsistenzen der 17 eingesetzten Skalen zu erhalten wurden -
Item- und Konsistenzanalyse gerechnet'. Anhand des Konsistenzkoeffizienten Cronbachs -
a soll zum einen die Auswahl eines Antwortformats für das hier entwickelte Instrument -
erfolgen. Hierzu werden die inneren Konsistenzen der Skalen unter Verwendung des
4-stufigen Antwortformats denen unter Verwendung des 8-stufigen Antwortformats gegenübergestellt. -
Die Trennschärfekoeffizienten werden herangezogen, um eine Auswahl
der Items für die Kurzskalen zu treffen und ungeeignete Items zu eliminieren. Des weiteren
Abweichungen in den Angaben der berichteten inneren Konsistenzen zu Schwanzer, Köller, Trautwein,
Lüdtke und Sydow (2002) ergeben sich daraus, dass in die dort berichteten Langskalen lediglich die übersetzten -
Items eingingen und neu entwickelte Items nicht berücksichtigt wurden.
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