Full text : ¬Die Gesetzgebung über das Notariat in der bayerischen Pfalz (2)

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Gesetz  vom  22.  Frimaire  VII.  Art.  42.
Dieses  Princip  wurde  in  einem  Urtheile  des  Cassationshofes
von  Paris  vom  24.  April  1809  cit.  unter  Nr.  714  des  Ventose=Gesetzes, ¬
  bezüglich  der  Ueberladungen,  Zwischenlinien  rtc.
im  Texte  des  Actes,  ausgesprochen.  Hingegen  werden  so  viele
Geldstrafen  geschuldet,  als  der  Notär,  auf  den  Grund  eines
und  desselben  nicht  einregistrirten  Actes,  Acte  errichtet  hat.
Hier  liegen  in  der  That  so  viele  Zuwiderhandlungen  vor,  als
der  Act  in  andern  Acten  erwähnt  wurde.
102.  Die  Geldstrafe  von  50  Franken  wurde  durch
Art.  3  des  Gesetzes  vom  28.  Mai  1852  auf  5  Gulden  reducirt.
Artikel  42.
Aucun  notaire,  huissier,  greffier,  secrétaire  ou  autre
officier  public,  ne  pourra  faire  ou  rédiger  un  acte  en
vertu  d'un  acte  sous  signature  privée,  ou  passé  en  pays
étranger,  l'annexer  à  ses  minutes,  ni  le  recevoir  en
dépôt,  ni  en  délivrer  extrait,  copie  ou  expédition,  s'il
n'a  été  préalablement  enregistré,  à  peine  de  50  francs
d'amende,  et  de  répondre  personnellement  du  droit  sauf
l'exception  mentionnée  dans  l'article  précédent.
Kein  Notär,  Gerichtsbote,  Gerichtschreiber,  Secretär  oder
anderer  öffentlicher  Beamte  kann  auf  den  Grund  eines  unter
Privatunterschrift  oder  im  Auslande  errichteten  Actes  einen  Act
fertigen  oder  aufnehmen,  denselben  seinen  Urschriften  annexiren,
oder  ihn  in  Verwahr  nehmen,  oder  einen  Auszug,  eine  Abschrift ¬
  oder  Ausfertigung  davon  geben,  wenn  er  nicht  vorher
einregistrirt  worden  ist,  bei  einer  Strafe  von  50  Franken  und
persönlicher  Haftung  für  die  Gebühr,  vorbehaltlich  der  im  vorhergehenden ¬
  Artikel  erwähnten  Ausnahme.
Abänderung.
Der  Artikel  42  wurde  durch  Artikel  2  des  Gesetzes  vom
28.  Mai  1852  abgeändert  wie  folgt:
„Die  Notäre  sind  befugt,  Rechtsgeschäfte  auf  den  Grund
nicht  einregistrirter,  unter  Privatunterschrift  oder  außerhalb  des
Regierungsbezirkes  der  Pfalz  errichteter  Urkunden  vorzunehmen
und  solche  in  ihren  Acten  anzuführen,  unter  der  Bedingung,
daß  diese  Urkunden  demjenigen  Acte  beigeheftet  werden,  in
welchem  von  ihnen  Erwähnung  geschieht,  und  daß  sie  vor  dem
Notariatsacte  mit  der  Formalität  der  Einregistrirung  und  eintretenden ¬
  Falles  der  Stempelvisirung  versehen  werden.
            
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