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Dr. I. Köhler,
solche bereits im Sinne trägt; und wenn der Patron nun die
Drohung zum Zwecke der Gelderlangung geäußert hätte oder
wenn er die bereits geäußerte Drohung zu diesem Zweck wieder-
holen würde, so wäre der Metusthatbestand gegeben1). Treffend
bemerkt daher vonelIns, de ^ure civili XV c. 39 nr. 14:
Leck ho6 tum recte dici videtur, cum ingrata ultro ad
patronum venit ingratitudinem agnoscens et petit ut pa-
tronus eo accepto quod offert ingratitudinis poenam re-
mittat. Caeterum si patronus ultro ei servitutem
denuntiet, nisi quid det aut promittat, nihil
causae est, cur non et hic recte dicatur patronus metum
servitutis intulisse2).
So erklären sich denn auch die betreffenden weiteren Stel-*
len der Digesten, insbesondere fr. 7 und 8 quod met. causa:
es liegt metus vor, wenn Jemand einen Ehebrecher verhaftet
oder einen Dieb ergriffen hat und von diesem eine Geld-
summe verlangt und erreicht, damit er ihn frei-
lasse, kr. 7 § 1, fr. 8 pr. quod met. causa — dagegen liegt
kein metus vor, wenn der Ehebrecher von freien Stücken aus
Geld bietet, um ihn zu entlassen, oder der Dieb von sich aus
zahlt, um freien Kaufs davon zu kommen. Wer in solchen
Fällen ohne Drohung Geld gibt, befreit sich damit nur von
der Nothlage, in welche er sich selbst versetzt hat; wer aber
auf ein drohendes Verlangen des Anderen hin Geld gibt, der
1) Auf diese Weise erklärt sich auch c. 10 de his quae vi: accusationis
institutae vel futurae metu alienationem seu promissionem factam rescindi
postulantis improbum desiderium est. Dieselbe will besagen: Wer Ut
Furcht vor einer künftigen Anklage oder nach erhobener Anklage sua sponte
sich mit dem Ankläger vergleicht, hat keine actio quod met. causa. Vgl.
auch bezügl. dieser Stelle OAG. Jena f| 1844 Seuffert Arch. XX 219.
2) Don elli Opera, Ed. Florent. 1842, IV p. 384. Vgl. JU der
Stelle ferner Savigny System ni S. 105 Anm. m, Schliemann
S. 25 No. 14.