Object : Eytelwein, Johann Albert: Handbuch der Mechanik fester Körper und der Hydraulik

Von  den  Wirkungen  der  Kräfte.
33
Gleichgewichts  stehen  bleiben  will.  Denn  sobald
irgend  mehr  Kraft  bei  einer  Maschine  angewandt
wird,  als  das  Gleichgewicht  erfordert,  so  entsteht
eine  beschleunigte  Bewegung,  bei  welcher  es  nicht
gleichgültig  ist,  in  wie  viel  Zeit  diese  Bewegung
erfolgt.
3
Obgleich  die  Anwendung  der  vorstehenden  Sätze
vorzüglich  in  die  Maschinenlehre  gehört,  so  kann
doch  ein  Beispiel  vieles  zur  Erläuterung  derselben
beitragen.
Man  setze  daß  mittelst  eines  Fadens
A
über  eine  Rolle  A,  zwei  Gewichte  V.  und
Whängen,  wovon  VW  ist,  und  wenn
man  die  Masse  der  Rolle,  Steiftgkeit
des  Fodens  und  Frikzion  bei  Seite  setzt,
so  wird  das  größere  Gewicht  V  sinken
und  das  kleinere  W.  aufwärts  ziehen.
Daß  das  Gewicht  V  sich  nicht  wie  ein
frei  fallender  Körper  bewegen  kann,  ist
leicht  einzusehen,  weil  es  von  dem  Gewicht  W
daran  verhindert  wird.  Nun  ist  die  Kraft  mit
welcher  V  stukt  oder  die  Überwucht  (Praepon
dium)  =  V—W  und  das  Gewicht  der  gesammten =
  Masse  welche  bewegt  wird  —  V+  W,  daher
34.  §.
P—  V—  W
N  —  V  +.  W
und  man  findet  die  Beschleunigung  G  mit  welcher
sich  diese  Massen  bewegen
N—  N.
G  —  %VW
Wäre  V  =  5  und  W  =  3  fb,  so  ist  der  Raum
welchen  die  Gewichte  in  der  ersten  Sekunde  durch
laufen
5—3
G  =  15
33.  Duß.
543
            
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