II. Hauptst. III. Abschn.
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B. die Verbindlichkeit des lehens= oder FideikommißBesizers, =
für seine Schulden, wenigstens mit den
jaͤhrlichen Ruzungen zu haften; deßgleichen, daß die konsentirenden ¬
Agnaten ebenfalls hierzu verpflichtet sind
ferner die Verjaͤhrung des Geschlechts Retrakts, und
auch die des Revokationsrechtes nach einer unerlaubten
Veraͤusserung der Stammguͤter u. s. w. durch Familiengeseze ¬
nicht eingeschraͤnkt, noch aufgehoben werdeu ¬
g). Der -
Hauptgegenstand uͤbrigens solcher auf Autonomie ¬
sich grüͤndenden Stammsvertraͤge ist die Bestimmung ¬
der kuͤnftigen Erbfolge, und alles dessen
steht, daß die
was damit dergestalt in Verbindung
Ehre und der Glanz des Geschlechts dabei interessirt
gewöhnlich die
ist. So wird z. B. in denselben
die
Stammseigenschaft der Familienguͤter festgesezt,
der Vorzug der
Veraͤusserung derselben untersagt
Maͤnner vor den Weibern bei der Erbfolge bestimmt;
die
2) Vergl. hierüber, so wie über die Lehre von Autonomie
überhaupt, noch folgende Schriftsteller: Helv. Bernh.
Jaup Diss. de valore et efficacia poctorum seu statutorum ¬
familiarum illustrium et nobilium intuitu
tertii præcipue creditoris. Giss. 1792. §. 3. 4. Hénricus -
Hersemeier Diss. de pactis gentilitiis familiarum ¬
illustrium atque nobilium Germaniae ex rationibus ¬
autonomiae earundem familiaris, privatae,
strictim, atque unice dijudicandis. Mogunt. 1788.
§. 4. seq. Joh. Christ. Maier Autonomie des Fürsten
und übrigen unmittelbaren Adelstandes im R. deutschen ¬
Reiche. Stük I. II. Tübingen. 1782. Pütter
Auserlesene Rechtsfälle. Band l. Thl. 4. Deduct. 119.
§. 16. folg. S. 893. folg. Band II. Thl. l. Deduct.
183. §. 133. folg. S. 48. folg. Band III. Thl. 1.
Resp. 258. n. 12. folg. 213. folg. Derselbe Litteratur =
des deutschen Staatsrechts. Thl. I. S. 40. folg.
Derselbe Beitraͤge zum deutschen Staats- und Fürstenrecht. ¬
Thl. II. Abhandl. 29. S. 110. folg.