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Es gibt demzufolge zweierlei Arten von Berichtigungen,
welche, bei jedem genauen Versuche, gemacht werden müssen. ¬
1) Eine Berichtigung in Rücksicht auf den Stand des
Barometers. 2) Eine Berichtigung in Rücksicht auf die
Höhe der Wassersäule, oder der Quecksilbersäule, unter der
Glocke.
Gesetzt man habe 100 Kubikzoll Sauerstoffgas, bei 100
Reaum. Temperatur der Atmosphäre und bei 28“ 6“ Barometerstand, ¬
erhalten: so gibt es hier zwei Fragen zu beantworten:* ¬
1. Wie viel sind diese, bei 18“ 6“ erhaltene, 100 Kubikzoll ¬
Sauerstoffgas, bei 28“ Barometerstand?
2. Wie viel wiegen die erhaltenen 100 Kubikzoll Sauerstoffgas? ¬
Um diese beiden Fragen zu beantworten, nehme man
an, daß die t00 Kubikzolle Sauerstoffgas bei 28“ Barometerstand ¬
sein werden = X Kubikzollen. Da nun die Umfänge ¬
sich umgekehrt verhalten, wie die drückenden Gewichte: ¬
so wird demzufolge 100 : X — 225: 256; folglich wird
X = 101,786 Zolle. Folglich würde also dieselbe Menge
Sauerstoffgas, welche bei 28“ 6“ Barometerhöhe 100 Kubikzolle ¬
einnimmt, bei 28“ Barometerhöhe, 101,786 Kubikzolle -
einnehmen.
Eben so leicht läßt sich nunmehr auch das Gewicht dieser ¬
100 Kubikzolle Sauerstoffgas bestimmen. Denn da diefe.
100 Kubikzolle gleich sind 101,786 Kubikzollen bei 28“ Barometerhöhe; ¬
da ferner bei 28" Barometethöhe, und bei
100 R. des Thermometers, der Kubikzoll Sauerstoffgas
Gran wiegt: so folgt, daß diese 100 Kubikzolle 50,893 Gran
wiegen müssen.
Da die Umfänge der elastischen Flüssigkeiten sich umgekehrt ¬
verhalten, wie die Gewichte, von denen sie gedrückt
werden: so folgt schon hieraus, daß je größer das Gewicht
ist, das heißt, je höher der Barometer steht, auch die Schwere ¬
der Gasarten in demselben Verhältnisse zunehmen muß.
*) Lavoisier éléments de Chimie.