Metadaten : Juristisches Wochenblatt (Jg. 3 (1774))

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Juristisches  Wochenblatt.
Eyn  ielich  man  sal  wißin  daz  he  sin  Lehin  nicht
vorseczin  mag  met  keynerley  sache  daz  man
habende  dran  sy  wann  dez  gefelle  von  dem  gude -
  lesset  eyner  wol  ufthebin  syne  scholtgenossen
also  lange  he  ez  besiczet  wanne  der  keyser
wolde  ny  gestadin  daz  me  keyn  leyhen  vorsetzte -
  dorch  daz  daz  Lehin  von  handen  ezu  handin
icht  verstürbe  in  abephendiger  wise  daz  ez  icht
czu  mole  den  rechtin  erbin  icht  abephendig -
  worde.
Wären  nun  die  Söhne  schuldig  gewesen,  die
väterliche  Schuld  von  den  Früchten  des  Lehnes  zu
bezahlen:  So  wäre  der  Ausdruck,  als  so  lange
der  Vater  das  Lehn  besitzet,  ganz  vergeblich,  folglich -
  hat  der  Sohn,  ohnerachtet  der  von  dem  Vater, -
  geschehenen  Einräumung  der  Nutznüßung,  das
Lehn  ohne  einige  Beschwerung  erhalten  müßen.
Conf.  Hellseld  in  Diss.  de  jure  creditorum  vasalli
in  percipienda  ex  fructibus  feudi  solutione,  §.  4.
§.  8.
Solchergestalt  hat  der  Sohn,  welchem  die
Lehnsfolge,  ohne  Geding  nach  dem  Sächsischen
kehnrechte  Cap.  21.  und  Schwäbischen  Lehnrecht
Cap.  43.  §.  2.  auch  Cap.  65.  §.  3.  zugekommen.
an
Max-Planck-Institut  für
            
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