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Körpers rühig bleiben, darch Berührunig oder überhaupt durch Dampfung dieser Stellen alle
andere Schwingungsarten, bey welchen eine dieser Stellen in Bewegung seyn müßte, leicht
verhindern, und dadurch die verlangte Schwingungsart, und den ihr zukommenden Ton ohne
Beymischung anderer darstellen.
15.
Ben dereinfachsen raneversalten Schwringungsare eine Saite is dieses Besanmenseyn =
mehrerer Schwingungsarten und Töne am bekanntesten. Während die ganze Saite sich
bewegt, kann auch zugleich jede Hälfte, jeder drite, vierte, oder überhaupt jeder aliquote
Theil seine Schwingungen machen, und man hört alsdenn außer dem Grundtone, der als 1
anzusehen ist, auch die mit den Zahlen 2, 3, 4, 5 u. s. w. übereinkommenden Töne. Die
einer jeden Schwingungsart zukommende Krümmung der Saite hat sodann nicht auf eine
gerade Richtung der Saite, sondern auf die schon vermöge anderer Schwingungsarten in
jedem Augenblicke vorhandene Krümmung derselben ihre Beziehung. Diese Verbindung
mehrerer Arten von Krümmungen werde ich hier durch drey aus dem Anhange der Schrift des
Grafen Giordano Riccati delle corde ovvero fibre elastiche nebst einigen Bemerkungen
entlehnte Beyspiele erläutern.
16.
Wenn man die zwey Krimmungen Fig. 5, BDFADA und BGCAGA, wovon
die erste der einfachsten Schwingungsart einer Saite (Fig. 1.) und die andere der folgenden,
wo beyde Hälften schwingen, (Fig. 2.), zukommt, beysammen sich vorstellen will, so verlängere ¬
man die dem willkührlich angenommenen Puncte H zukommende Ordinate HD
soweit als nöthig ist, gegen den Punct E, mache DE — GH, und lasse die Krümmung
BEF2EA durch alle auf gleiche Art zu bestimmenden Puncte gehen; diese krumme Linie
wird die Saite bey ihrem ersten Zustande der Ruhe annehmen.
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Nach dem vierten Theile einer Schwingung der ganzen Saite hat jede Hälfte eine
halbe Schwingung vollbracht, und in dem Augenblick hak die Saite eine Gestalt wie
BDE2DA. MNach einer halben Schwingung der ganzen Saite, und einer ganzen Schwingung ¬
jeder Hälfte hat sie eine Krümmung wie BGC2GA, aber in einer umgekehrten Lage.
Hierauf nimmt sie, wenn 1 einer Schwingung der ganzen Saite und 1½ Schwingungen jeder
Hälfte vorüber sind, wieder eine Gestalt an, wie Bdfzda, Endlich wenn eine Schwingung