Object : Ebel, Heinrich Theophil: Ueber den Ursprung der Frohnen und die Ausführbarkeit ihrer Aufhebung

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hauptsächlich  Holz  aus  den  Waldungen,  die  sie  sich  ausschließlich ¬
  zueigneten  und  wegen  der  Jagd  besonders  schonten ¬
  und  hegten;  und  Weidgang  für  sein  Vieh  in  seinem
Bezirk.
So  war  es  noch  am  Ende  des  Mittelalters  und  zu
Anfang  der  Reformation,  wie  aber  später  die  Wälder  in
Deutschland  abnahmen  und  das  Holz  einen  höhern  Werth
erhielt,  fing  auch  der  Gutsherr  an,  jedem  seiner  Leute
seinen  Bedarf  zu  bestimmen,  die  Waldung  unter  Aufsicht
zu  nehmen,  in  Forste  einzutheilen  und  jedem  Forst  einen
Aufseher  oder  Förster  vorzusetzen,  früher  hatten  sie  nur
Jäger.  Wie  die  Bauern=Güter  erblich  wurden,  eigentliche ¬
  Dörfer  und  Communen  sich  bildeten,  ließen  die  Gutsherrn ¬
  jedem  Ort  die  zunächst  gelegenen  Wüstungen  und
Waldblösen  zur  Weide  für  ihr  Vieh,  das  sie  außerdem
nicht  ernähren,  ohne  welchen  Weidgang  ihre  Wirthschaft
nicht  bestehen  konnte,  nur  die  geschlossene  Waldung  behielten ¬
  die  meisten  Gutsherrn  ausschließlich  für  sich,  gaben
aber  ihren  Unterthanen,  wie  sie  später  ihre  Leute  nannten, ¬
  was  sie  brauchten  und  ihre  beiderseitige  Existenz  erforderte; ¬
  die  Unterthanen  konnten  das  Holz  nicht  entbehren ¬
  und  der  Gutsherr  seine  Unterthanen  nicht,  die  seine
Felder  bestellen,  alles  für  ihn  thun  und  ihm  Geld  und
viele  Naturalien  abgeben  mußten.  Keinem  Unterthan  fiel
es  ein,  sich  seinen  Holzbedarf  zu  bedingen,  und  keinem
Gutsherrn,  seine  Verbindlichkeit,  solches  zu  geben,  zu
bezweifeln.  Je  mehr  das  Holz  ab-  und  der  Werth  desselben ¬
  zunahm,  desto  mehr  fing  der  Gutsherr  an  zu  sparen, ¬
  unterschied  den  Nothbedarf  von  dem,  was  darüber
war,  gab  jenem  den  Namen  Jahrholz,  Deputatholz,
Loosholz  und  ähnliche,  damit  zu  bezeichnen,  daß  es  dem
            
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