Aus) bestens empfohlen worden ist, machte man denselben
auch bekannt, daß außer dem guten Nutzen, den das Eschenkaub =
für Schafe, Ziegen und Kühe bringt, dessen Holz
nicht nur zu allen Geräthen, und auch zur Verkohlung,
sondern, wie es erhobene Thatsache ist, auch zu Weinfässern =
mit dem besten Erfolge verwendet werden könne; nur
wird noch bemerkt, daß die Abholzung dieses Baumes im
Herbste, und nicht im Frühjahre, wo er sich leicht verblutet,
geschehen müsse, derselbe auf all zu trocknem Boden durchaus ¬
nicht gedeihe, einen morgstigen, klippigen und Thongrund ¬
nicht vertrage, an erhabenen Standorten sich um vieles
mehr als in Auen zu allem Gebrauche qualificire, und es
hierin mit der Eiche gemein habe, daß eine Bergesche gegen
die Auesche, so wie die Bergeiche gegen die Wiesen= oder
Alleiche ein besseres Holz zu Weinfässern liefert, und eben daher =
auch auf ihrem eigenen Standorte erzogen werden müsse.
Als Belehrung zur Erzieglung des Eschenholzes aus
dem Samen wurde mitgegeben, daß der zum Anbaue der
Esche qualificirte Boden gut aufgerissen, die hierbey sich
stwa ergebenden Erdknollen zerschlagen, der Same in verhaltnißmäßiger =
Quantität nicht zu dicht darauf ausgestreut,
gnd dann mittelst eines Dornstrauches das besäete Feld übergogen =
und eingeegget werden müsse, jedoch so, daß der
Same hierbey nicht zu tief unter die Erde gebracht werde,
weil derselbe keine starke Erdbedeckung auf sich leidet.
Der Eschensame erhält übrigens seine Reife im Monathe =
October, und muß auch gleich nachher zur Verwendung =
gebracht werden, indem er bey längerer Aufbewahtung ¬
sehr viel seiner Keimungskraft verliert, welche darim
zu erkennen ist, wenn der innere Kern bey Durchschneidung
der Hülse ein friches, gefundes Ausehen hat.
Nachdem sich die Eschenpflanze erst im 2ten Jahre zu
zeigen anfängt, so muß auch sorgfältig der Bedacht darauf
genommen werden, daß der besäete Platz= und nachher auch
die jungen Pflanzen vor dem Zertreten, und vor jeder