Vom Fruchtleben.
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gang. b) Bei den höheren Wirbelthieren (§. 453, b) bilden sich
auch die äußeren Geschlechtstheile übereinstimmend mit den inneren
Zeugungsorganen, aber mit einer gewissen Unabhängigkeit, wie denn
auch menschliche Mißbildungen vorkommen, wo bei Mangel der Hoden ¬
Zeugungsglied und Hodensack normal gebildet sind (Nr. 308.
S. 13, 44), oder wo die Eierstöcke fehlen, und ein Vorhof mit
Clitoris (ebd. S. 28, 37), oder ein Fruchtgang (ebd. S. 1), oder
selbst ein unteres Segment des Fruchthälters (Nr. 143. I. S.
659) vorhanden ist, oder wo Eierstöcke, Eileiter und Fruchtgang
vorhanden, aber nicht verbunden sind, indem letzterer blind endet
und der Fruchthälter fehlt (Dauce in Nr. 245. IV. p. 213).
Im indifferenten Zustande gehen bei den höheren Amphibien und
den Vögeln, wie bei den Säugethieren die Zeugungsleiter unvereint
und mit paarigen Mündungen in die Cloake etwas hinter der Mündung ¬
der Allantoide oder zu beiden Seiten derselben. Bei den Säugethieren ¬
spaltet sich aber hierauf die Cloake (§. 45%/ C) über den Mündungen ¬
der Zeugungsleiter, und diese kommen in der durch die Spaltung ¬
entstandenen unteren Hälfte der Cloake, (also in der Harnröhre,
und zwar dicht hinter der ursprünglichen Mündung der Allantoide, also
im Anfange der Hätnröhre / zu liegen / Beim männlichen Geschlechte
bleibt dies Verhältniß zeitlébens/ beim weiblichen Geschlechte hingegen
nur in wenigen Säugethieren, z. B. im Schnabelthiere: (in den übrigen =
wächst an der Stelle jener Mündungen aus der Harnröhte eine
kleine Aussackung hervor, an deren Wölbung die beiderseitigen Mündungen ¬
dicht neben einander liegen. Allmählig spaltet sich darauf
die Harnröhre von der Stelle (aus, wo jene Aussackung von ihr
ausgeht, immer weiter nach hinten hinab, und diese Spaltung erreicht ¬
zuletzt mehr oder weniger weit von der äußeren Mündung der
Harnröhre ihr Ende: auf diese Weise wird denn die Aussackung
zu einer langen, von oben und unten etwas platt gedrückten Röhre,
dem Fruchtgange. Die Spaltung kommt übrigens dadurch zu
Stande, daß theils die rechte und linke Wandung der Harnröhre
sich nach der Mittellinie zu einander nähern, theils von der Mittellinie ¬
zwei kleine Längenfalten in die Höhle der Harnröhre sich erheben ¬
und zuletzt an ihren freien, einander zugekehrten Rändern mit
einander verwachsen; ist nun auf diese Weise eine Scheidewand ent381 ¬