Die Uebergangs-Jahre 1863 bis 1865.
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Sinne des Bankbruches anzuordnen, officiös aber unterstützte
man die gegen die Bank wegen angeblicher Restrictionen
und Bedrängungen des Verkehrs erhobenen Anklagen und
favorisirte man die daraus gezogene Folgerung, dass die verf ¬
jassungsmässig zu Stande gekommene Bankacte durch eine
neue, „freie Vereinbarung“ zwischen Staat und Bank zu ersetzen -
sei.
Läugnen liess sich nun allerdings nicht, dass, soweit es
sich um die Wiederaufnahme der Baarzahlungen handelte,
die Fassung des dafür massgebenden §. Ii des Uebereinkommens ¬
vom Jahre 1863 den Gegner der Bankacte insofern
eine entsprechende Handhabe bot, als in diesem Paragraphe
normirt war: „Die Wiederaufnahme der Silberzahlungen der
Bank hat im Jahre 1867 zu erfolgen. Die näheren Bestimmungen ¬
über den Zeitpunkt und die Modalität hiefür
werden durch ein in der Reichsrathsession 1866 zu erlassendes ¬
Gesetz festgestellt werden“. Der Reichsrath, als er diesen
Paragraph beschloss, konnte eben nicht voraussehen, dass vor
dem betreffenden Termine die Verfassung in Frage gestellt
sein, dass man sie sistiren werde. Unter allen Umständen
aber war es eine traurige Erscheinung, dass die unglückselige
Fassung einer gesetzlichen Bestimmung zum Hebel benützt
ward, um diese Bestimmung ganz aus den Angeln zu heben,
dass man es versuchte sich hinwegzusetzen über die öffentliche ¬
wirthschaftliche Moral, die jedes Staatswesen respectiren
muss. Es liess sich schlechthin nicht rechtfertigen, dass man
der Bevölkerung, nachdem man ihr drei Jahre lang die Herstellung ¬
der Valuta verlockend in Aussicht gestellt hatte, mit
einem Male unter den gesuchtesten Vorwänden begreiflich
zu machen suchte, es gehe nun doch, und obendrein im allgemeinen ¬
Interesse nicht an, zur Wiederaufnahme der Silberzahlungen ¬
zu schreiten. Wie die finanzielle Welt, wie der
Geldmarkt die Eventualität der Wiederaufnahme der Baarzahlungen ¬
bis dahin beurtheilt hatte, das zeigte klar und
deutlich der Courszettel, zwar nicht in der Rubrik der Staatsfonds ¬
— und das hatte eben nur politische Motive, war ja doch
Neuwirth, Bank und Valuta. Bd. 1.