Inhaltsverzeichnis : Phillips, Richard: Über die nächsten Ursachen der materiellen Erscheinungen des Universums

Vom  Fall  der  Körper  auf  die  Erde,  51
zweckmäßig  seyn,  die  untergeordneten  Bewegungen  ihrer ¬
  Theile  auf  die  allgemeinen  Bewegungen  derselben
zu  beziehen;  wenigstens  möchte  dieses  eine  der  Untersuchung ¬
  würdige  Aufgabe  seyn.
Wenn  irgend  auf  einen  Gegenstand  eingewirkt  wird,
so  muß  ein  Agens  vorhanden  seyn;  und  wo  nur  immer ¬
  Bewegung  empfangen  wird,  da  muß  auch  entweder ¬
  ein  offenbares  oder  verborgenes  Agens  seyn,  das
sie  mittheilt.
Alle  Bewegung  oder  Kraft  muß  auch  in  der
Richtung  der  Bewegung  oder  der  Kraft  des  Agens
erfolgen.
Wenn  wir  daher  einen  Körper  von  der  Atmosphäre ¬
  her  gegen  den  Mittelpunkt  der  Erde  in  Bewegung
sehen,  so  kann  die  antreibende  Kraft  offenbar  nicht  in
den  Theilen  ihren  Sitz  haben,  gegen  welche  sich  der
Körper  bewegt,  d.  h.  entweder  in  der  Erde,  oder  in
dem  Centrum.
Obschon  die  Erde  und  alle  ihre  Theile  sich  in  einer
gemeinschaftlichen  Bewegung  befinden,  oder  einer  gemeinschaftlichen ¬
  bewegenden  Kraft  unterworfen  sind,  so
bieten  doch  die  Theile,  so  lange  sie  mit  der  Masse  verbunden
sind,  und  ihre  Bewegungen  beybehalten,  keine  besondern ¬
  Erscheinungen  dar;  wenn  sie  aber  davon  getrennt
werden,  wie  bey  irgend  einem  geworfenen  Körper  der
Fall  ist,  so  zeigt  alsdann  sich  der  letztere  fähig,  eigenthümliche ¬
  Bewegungs=Erscheinungen  darzustellen,  so
lange  die  neue  Wurfkraft  auf  ihn  einwirkt.
Auf  diese  Art  ist  ein  Stein,  der  ruhig  auf  dem
Boden  in  Berührung  mit  der  Erde  liegt,  der  zweifachen ¬
  Bewegung  der  Erde  unterworfen,  und  bietet  keine ¬
  Erscheinungen  dar.  Wenn  er  aber  durch  irgend
einen  ihm,  in  der  Richtung  der  Atmosphäre,  mitge¬
            
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