7) Von den Luttichischen Unruhen. 429
andere Gründe mitgewirkt haben, ob nicht insbesondere -
(wie in der Schrift: Einige Berichtigungen -
der Druckschrift: Kurze Uebersicht rc. rc.
als wahrscheinlich behauptet werden will) die
Furcht auf ihn Einfluß gehabt habe, daß das
Volk, ungeachtet der von ihm feierlich erklärten
Genehmigung desjenigen, was am 17. und 18.
Aug. vorgegangen war, ihn für den heimlichen
Kläger am Kaiserlichen Kammergericht halten
dürfte, das möchte ich freylich nicht entscheiden.
§. 11.
Es geschah also am 26. August, daß der
Fürstbischof seine Sommerresidenz verlies, und | |
sich in Begleitung seines Neffen, des Weihbischofs, -
Grafen von Méan nach St. Maximin
bey Trier begab. Er hinterlies jedoch eine merkwürdige -
ganz eigenhändig geschriebene Erklärung -
an den Stadtrath zu Lüttich, welche die
Gemüther hinlänglich beruhigen konnte, und die,
seinem eigenen Verlangen gemäs, durch den
Druck bekannt gemacht wurde. Hier versichert
er die Nation, die er liebe, daß seine Entfernung -
keineswegs die Absicht zum Grund habe,
sich um auswärtige Hülfe zu bewerben, oder
bey Kaiserlicher Majestät, bey der Reichsversammlung -
oder an einem der höchsten Reichsgerichte
Klage zu erheben. Er betheuert ihr vor aller
Welt, daß, wenn je unter seinem Namen irgend -
eine Klage angebracht worden seyn moͤchte,
solche nicht von ihm herrühre, indem er keinem
Menschen,
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