188 IV Abschnitt. Eheverbote
bus vero ob hoc progenies computatur, ut
aperte monstretur, usque ad quotam generationem ¬
a consanguineorum sit nuptiis abstinendum. ¬
2. Jn Absicht der Schwägerschaft gehet das
canonische Recht von dem Grundsatze aus, daß
Mann und Weib durch die Geschlechtsvereinigung ¬
Ein Fleisch werden, 1 Mos. 2, 24. und
folgert daraus, daß die Verschwägerung
aus einer jeden fleischlichen Vermischung
entstehe, und daß, da beide Ein Fleisch
würden, und folglich die beiderseitigen Verwandtschaften ¬
beiden völlig gemein würden,
die Ehe in der Schwägerschaft in eben
den Graden, als in der Verwandtschaft,
unzulässig sey. c. 14. C. XXXV. qu. 2 et 3.
Sane consanguinitas, quae in proprio viro observanda ¬
est, haec nimirum in uxoris parentela
de lege nuptiarum custodienda est. Quia enim
constat, eos duos esse in carne una, communis
illis utraque parentela censenda est, sicut scriptum ¬
est: erunt duo in carne una.
Da also das canonische Recht die Eheverbote
absolut auf gewisse festgesetzte Grade beschränkt,
und zwar in gleichem Maaße in der Schwägerschaft =
als in der Verwandtschaft, da uͤberdem
das neuere canonische Recht alle Eheverbote in
der