Objekt : Fischer, Otto: Lehrbuch des preußischen Privatrechts

Vom  Magnet.
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2.  Läßt  man  einen  Magnet  liegen,  ohne  seine  Kraft
gleichsam  in  Uebung  zu  erhälten,  das  heißt,  ohne  ihn
in  Eisenfeile  zu  legen,  oder  ihn  ein  Gewicht  tragen  zu
lessen,  so  wird  seine  Kraft  nach  und  nach  immer
schwächer.
370.  Einen  großen  Einftuß  auf  die  Stärke  eines =
  Magnets  hat  die  Temperatur:  je  mehr
man  nehmlich  den  Magnet  erwärmt,  desto  mehr
wird  seine  Kraft  geschwächt;  hingegen  wächst  sie
durch  Abkuhlung.  Auch  ist  sie  bey  unmittelbarer
Berührung  am  größten,  und  nimmt  mit  der  Entfernung ¬
  ab,  und  zwar  im  Verhältuiß  des  Duat
drats  derselben.
r.  Sausfürels  Magnetometer.  Coulomb's
magnetische  Wage.
2.  Auch  erhitztes  Eisen  wird  nicht  so  stark  angezogen, ¬
  als  kaltes;  und  weißglühendes  gar  nicht.
371.  So  wie  das  Eisen  am  meisten  von  dem
Magnet  gezogen  wird,  so  kann  es  auch  die  magne
tische  Kraft  selbst  annehmen.  Dadurch  entstehen
die  künstlichen  Magnere,  die  in  ihrer  magnetischen ¬
  Beschaffenheit  und  Wirkung  den  natürlichen
völlig  ähnlich  sind.  Man  hat  sie  von  verschiedener
Gestalt,  vornehmlich  in  geraden  Stäben  und  in
Hufeisenform.  Um  das  Eisen  in  diesen  Zustand
zu  setzen,  wird  nichts  weiter  erfordert,  als  daß  es
mit  den  Polen  eines  natürlichen  oder  künstlichen
            
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