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die Tiere erhebt, als das traurige Vorrecht,
mich mit Hilfe eines ungeregelten Verstandes und
einer grundsatzlosen Vernunft von Irrtum zu Irrtum -
zu verlieren"
(Ebda.).
Die geschichtslose Unmittelbarkeit reiner Selbstbeziehung, -
durch die im 2. Discours die ursprüngliche
Natur des Menschen und im Erziehungsroman das ungebrochene -
Selbstseinkönnen Emils als "physischem Wesen" -
bestimmt ist, tritt in anderer Gestalt auf
"moralischer" Handlungsebene, - jetzt aber zurückgenommen -
in die Tiefe eigener Innerlichkeit, - noch
einmal auf. Damit stellt sich im Zusammenhang mit
dem Problem der Selbsterkenntnis der wahren menschlichen -
Natur auch das Problem der Identität, d. i. der
reinen Übereinstimmung des menschlichen Individuums
mit sich, worin dessen Glück ja bestehen soll, von
neuem. Für das "Glück" des menschlichen Individuums
als "physischem" wie als "moralischem Wesen" ist,
wenn auch in jeweils anderer Weise, die reine Übereinstimmung -
mit sich das konstitutiv Maßgebliche.
Der "homme naturel" des 2. Discours lebt in der Ungebrochenheit -
unmittelbarer Einheit mit sich und der
Ordnung (l'ordre physique) der Natur. Auch die Erziehung -
Emils zu einem"natürlichen Menschen" - der,
zum Manne geworden, allerdings in der Lage sein soll,
in die bestehende Gesellschaftsordnung seines Herkunftslandes -
(im Sinne von "pays", nicht von "patrie"!)
zurückzukehren, ohne sich selbst zu verlieren, - wird
am Anfang des ersten Buches des Erziehungsromans unter -
das formale Prinzip unmittelbarer Übereinstimmung
mit sich gestellt. "Für sich" und nicht "für die anderen" -
erzogen, soll Emil das Glück "natürlicher Freiheit" -
genießen können. Emil soll deshalb zwar in
der moralisch indifferenten "Abhängigkeit von den Dingen" -
(s. a.a.O., S. 63), nicht aber in Abhängigkeit