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nur allzusehr, ja, fast blindlings folgt. Dieser herbe
Verlust aber hatte für ihn die aller traurigsten
Folgen. Friedlos irrte er in der Welt umher, um
den Frieden zu suchen. Aber was er allerwärts,
sogar in Amerika, am Niagarastrom, suchte, fand er
nirgends; denn er hatte seinen religiösen Glauben,
den ihm seine Mutter eingepflanzt, weggegeben, um
glücklich zu werden; aber nun fühlte er sich nicht nur
nicht glücklich, sondern erst recht unglücklich. Ihm
ward nun zumute wie dem Doktor Faust am Östermorgen, -
da er ausrief, als er die Auferstehungsglocken
läuten hörte:
Was sucht ihr, mächtig und gelind,
Ihr Himmelstöne, mich am Staube?
sind,
Tönt dort umher, wo fromme Menschen
Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
Daher schrieb einer bei seinem Tode die schmerzlichen -
Worte über den „unglücklichen Dichter der
Schilf= und Nachtlieder": „Armer Lenau! wie glich
dein Leben doch ganz dem düstern See, in dem das
traurige Schilf der Glaubenslehre stöhnte und ächzte
und keine Welle der innern Beseligung rauschte, wie
glich es so ganz der Nacht, der unheimlichen, die kein
Strahl der göttlichen Hoffnung erleuchtete! Ach, du
hörtest, gleich Faust, die Östermorgenglocken das Alleluja -
singen, allein dir fehlte alles, alles, dir fehlte
der Glaube, und weil dein Herz groß und zu Edlem
geschaffen war, mußte Verzweiflung und Wahnsinn dich
umnachten!" — Wer weiß aber, ob es mit ihm und
seinem ganzen Lebenslauf nicht einen ganz anderen,
nicht einen glücklichen Ausgang genommen hätte, wenn
ihm seine Mutter am Leben geblieben wäre? Was
er seinen „Faust" in der Mondnacht auf dem Kirchhof