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Jupiters verschwinden, welche der Sonne entgegengesetzt
ist, und folglich auf derselben Seite, auf welche, wenn der
Jupiter ein dunkler Körper ist, der Schattenkegel fällt, welchen ¬
er wirft. Je näher der Jupiter seiner Opposition
kommt, desto näher bey ihm ereignen sich die Verfinsterungen. ¬
Endlich entspricht die Dauer ihrer Verfinsterungen
genau der Zeit, welche sie gebrauchen müssen, um diesen
Schattenkegel zu durchlaufen. Daß aber der Jupiter so
wohl als seine Trabanten dunkle Körper seyen, welche nur
von der Sonne ihr Licht empfangen, erhellt daraus, daß
man einigemal seine Trabanten hat vor seiner Scheibe vorübergehen, ¬
und auf sie ihren Schatten werfen sehen, welcher ¬
während ihrer Bewegung eine mit der Richtung derselben ¬
parallele Chorde der Jupitersscheibe beschrieb. Herschel ¬
sahe den 6. April 1780 den Schatten des dritten Trabanten ¬
und den Trabanten selbst auf der Jupitersscheibe.
Der Schatten war so schwarz und scharf begränzt, daß er
seinen scheinbaren Durchmesser messen konnte, welchen er
1,562 fand *). Wenn diese Trabanten zwischen den
Jupiter und die Sonne zu stehen kommen; so bilden sie
also auf ihm wahre Sonnenfinsterniße, welche denenjenigen
vollkommen ähnlich sind, die der Mond auf der Erde verursacht. ¬
Da die Jupiterstrabanten um die Zeit ihrer Verfinsterungen ¬
sich in dem von der Erde abgekehrten Theil ihrer
Bahnen befinden, und diesen in der Richtung von Abend
gegen Morgen durchlaufen; so bewegen sie sich um den Jupiter ¬
nach eben dieser Richtung.
§. 104. Die Beobachtung der Verfinsterungen der
Jupiterstrabanten ist das sicherste Mittel, ihre Bewegungen ¬
zu bestimmen. Man erhält ihre synodischen Umlaufszeiten ¬
um den Jupiter sehr genau, wenn man weit von einander ¬
entfernte in der Nähe der Opposition des Jupiters
beobachtete Finsterniße mit einander vergleicht, und die Zwischenzeit ¬
mit der Anzahl der synodischen Umläufe dividirt.
*) Philos. Trans. 1794.