3. Hauptst. Vom Adel.
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Gerichten nachgeahmt ist. Auch die sogenannten Landrathsstellen =
sind uͤberall dem alten landsaͤssigen Adel vorbehalten.
a) Mosers Hofrecht Th. 1. S. 90.
b) TAFINGER institut. iur. cam. P. I. §. 160. p. 345. Moser von
der teutschen Justitzverfassung Th. 2. S. 417.
§. 404.
5) Ritterlehen.
Endlich fuͤnftens konnten seit dem festgesetzten Unterschiede ¬
zwischen den Freygebohrnen und denen von Ritterart
(§. 331 u. 348 f.), zu derjenigen Art Lehen, wovon Kriegsoder =
Ritterdienste zu leisten waren, nur Ritterbürtige gelangen =
a). Indessen haben nicht nur die Creutzzuge b)
sondern auch die Einführung des longobardischen Lehnrechts =
c) veranlaßt, daß nach nunmehrigen gemeinen Lehnrechten ¬
wiederum blosse Freygebohrenheit zur Lehnsfaͤhigkeit
hinreichend ist d); so wie auch die Kayser die Buͤrger vieler
Staͤdte durch ertheilte Privilegien fuͤr Lehensfaͤhig erklaͤrt haben ¬
e); weshalb jetzt der alte Geschlechtsadel beym Erwerb der
Ritterguter nur nach einigen besondern Provinzial-Lehnrechten
als nothwendig vorausgesetzt wird f).
a) LEDDERHOSE de iure ingenuorum adquirendi feuda §. 3. in ZEPERNICK ¬
analectis iur. fend. T. 2. p. 181. G. L. BÖHMER principia iur.
feudalis §. 96.
b) J. H. BÖIMER diss. de varia iurium innouatione per expeditiones cruciatas ¬
cap. 3. §. 7.
c) LEDDERHOSE l. c. §. 6. p. 195 sq.
d) LEDDERHOSE §. 8. p. 200 sq.
e) AD. BALTH. WERNHER diss. 1 et 2. de cinium Suidnicensium iure
emendi fenda nobilia. Alt. 1703. GOTS. LUD. MENCKEN de iuribus
cinium Misnine et Thuringiae adquirendi feuda equestria. Vit. 1724.
CAPH. GOTTL BIENER diss. de ciuibus praesertim Saxonicis feudorum -
equestviun capacibus. Lips. 1784. G. L. BÖHNER I. c. §. 96.
not. 3. Ein den Bürgern der Stadt Wien hierüber ertheiltes
Privilegium s. bey Lambacher im österreichischen Jnterregno; =
im Urkundenbuche S. 161.
1) Ausführliche Nachricht hiervon gibt LEDDERHOSE 1. c. §. 10-19.
p. 209 sq.
§. 405