25.3.
Freischöffen im Gerichte des Grafen Heinrich von Schwarzburg um 1425
H.B.
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Miscellen.
Collegen dem Herrn Professor Martini hier ordentlicher weise vorgetragen
wird, und Sie also auf diese Weise nicht von Herodes zu Pilatus gesandt
werden.
Die Verbindung mit dem „Reichsproceß", von welchem die
folgenden §§ handeln ist nur eine Verbindung der Ankündigung;
Privatrecht und Reichsproceß sollten zwei „öffentliche" Kollegien,
jedes zu drei Stunden wöchentlich bilden.
H. B.
sFreischöffen im Gerichte des Grafen Heinrich
von Schwarzburg um 1425.] In derBd. I. S. 248 n°. 11
dieser Zeitschrift nachgewiesenen Handschrift finden sich an vierter
und achter Stelle Schriftstücke aus einer appellatio, welche zu-
sammen- und nach einem, in denselben befindlichen, freilich nicht
zweifelfreien Datum in die angegebene Zeit gehören'). In
Sachen Bürgermeister und Rath zu Leipzig wider Heinrich
und Franz Kudorff zu Merseburg haben die Parteien auf
Heinrich, Grafen von Schwarzburg, Herrn zu Arnstadt
und Sondershausen, kompromittirt. Durch dessen Sentenz fühlen
Beklagte sich beschwert und nehmen die appellatio ad regem zur
Hand. K. Sigismund kommittirt den Magdeburger Rath.
Vor diesem protestirt Klägerin und appellirt gegen das Kom-
missorium, worauf revoeatio commissorii und citatio an den
kaiserlichen Hof nach Nürnberg erfolgt. Unter den Gründen
der Protestation ist der 4. der, daß die Sentenz vom Grafen
Heinrich mit Freischöffen gefällt sei; in Femgerichtssachen gehe
aber der Zug nicht nach Magdeburg: ouch wiewol ewerErsam
wisheit in dem rechten disser lande wol wissende vnd irfaren
ist, als das man sich der rechte an uch genczlich pffegit zcu
irholene: doch noch gelegenheit disser Sachen, die do anrurit,
sunderlich heimlich vnd kaisirlich vßgesatczt gerichte in dem
lande zcu Westeual, dorczu die richtere vnd personen, die das
vorwesin, sundirliche formen vßgesatczt haben, die sie nicht
nichteclich wellen entplossin, — So ist vorsehinlich, das uwere
erbere wisheit sich sollicher Sache nicht wolle noch möge vndir-
windin, noch sich doryn werren. H. B.
*) Der zweite Teil d. h. das commissorium und die revoeatio finden
sich auch in dem, Bd. I S, 242 n°. 4 beschriebenen cod. Milich. Fol. 77 seqq.,
aber in Verbindung mit einem andern Rechtsfall.