Fünfte Abth. Dritter Abschnitt.
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verschiedene Flächen entgegen stellen. Was die großen Eismassen ¬
betrifft, so kann, wie erwähnt, der Wind nur wenig
Eindruck auf sie machen. Ihre Bewegungen rühren zum
Theil von dem Zusammenstoßen derselben an einander her,
und ändern ihre Richtung, je nachdem sie an dieser oder jener ¬
Seite getroffen werden. Eine Eisbank, auf welche eine
andere in ihren Mittelpunkt stößt, muß in einer gleichförmigen ¬
Richtung mit ihr fortrücken: wird sie aber an dem
einen Ende aufgehalten, so dreht sie sich um, und ihr anderes =
Ende bekommt eine Geschwindigkeit, nach Maaßgabe
der Entfernung bis an den Ort, wo es angestoßen hatte.
Wenn diese Spitze im Herumdrehen auf eine andere trifft,
so vermindert es ihre Geschwindigkeit, und wird, wenn sie
nicht so stark ist, als die andere, sich nach einer andern
Richtung drehen, auch wohl zerbrechen. Auf diese Art stoßen ¬
und zertrümmern sich die Eismassen beständig unter
einander.
Die Lage des Eises ist nach den Jahreszeiten und Meeresgegenden ¬
verschieden. Am 20. Dezember 1772 fand Forster ¬
es zwischen dem 50 und 51. Grade südlicher Breite, den
12. Dezember 1773 hingegen ward das erste Eis im 62 Gr.
der Breite, und am 27. Januar 1775 am 60 Grade sichtbar. ¬
Am 24. Februar desselben Jahres traf Forster an
der nemlichen Stelle, wo er vor sechs und zwanzig Monaten, ¬
des vielen Eises wegen, nicht weiter hatte gegen Süden
vordringen können, keine Spur mehr davon an.
Unter dem Winde von großen Strecken Treibeises fand
Forster immer eine ungewöhnlich ebene See *). Diese
Ebene See, in dem Sinne, wie der Seemann es nimmt, ist nicht
immer eine ganz ruhige und glatte Wasserfläche. Wenn bei einem heftigen ¬
Winde keine hohe Wellen gehen, weil Land oder Eis die Gegend
schützt, und dem Schwunge des Wassers entgegen steht, so nennt man
dies schon eine ebene See, sollte auch kein Segel mehr vor Sturm aufgespannt ¬
bleiben können.