Inhaltsverzeichnis : Berthollet, Claude-Louis: Über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie

der  Abhandlung.
Endlich  muls  ich  hier  noch  bemerken,  dals  Berth.  in
der  Folge  gewissermassen  noch  mehr  leistet,  als  er  hier  verspricht, ¬
  indem  er  zeigt,  dass  das  Verhältniss,  in  welchem
sich  A  zwischen  B  und  C  theilt,  nicht  bloss  von  den
Verwandschaftskräften,  welche  B  und  C  gegen  A  haben,
und  von  den  Quantitätén,  in  welchen  B  und  C  auf  A
wirken  können,  sondern  aufser  dem  noch  von  mehrern
andern  Umständen,  als  Cohaesionskräften,  oder  Expansivkräften, ¬
  welche  den  Stoffen  A,  B,  C,  oder  den  Verbindungen ¬
  AB,  AC  eigen  sind,  desgleichen  von  den  Veränderungen, ¬
  welche  die  Wärme  in  diesen  Stoffen  bewirkt,
und  von  mehreren  andern  Dingen,  die  alle  einzeln  erörtert ¬
  werden,  abhängig  sey.  Der  oben  ausgedrückte  Satz
enthält  also  blofs  das  reine  Gesetz  für  die  Wirkung  der
Verwandschaftskräfte,  abstrahirt  von  allem  Einfluss  fremdartiger ¬
  Krätte,
Wenn  ich  behaupte,  dass  durch  die
Menge  die  Verwandschaftskraft  ersetzt  werden ¬
  könne,  so  folgt  daraus,  dass  die  Wirksamkeit ¬
  (action)  eines  Stoffs  nach  der  Menge ¬
  geschätzt  werden  müsse,  welche  erforderlich ¬
  ist,  um  einen  bestimmten  Grad  der  Sättigung ¬
  hervorzubringen,  Ich  nenne  diese
Menge  die  (chemische)  Masse  eines  Stoffes,
und  sehe  sie  als  das  Maals  der  Sättigungsempfanglichkeit ¬
  (capacité  de  saturation)  verschiedener ¬
  Stoffe  an.
Man  stelle  sich  vor,  dafs  der  Verbindung  4  B,  worin
wie  bisher  immer,  4  die  Unterlage  ist,  einmal  der  Stoff
C,ein  anderesmal  der  Stoff  D,  ein  drittesmal  der  Stoff
            
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