Objekt : Lehrbuch des gemeinen Civilrechtes (1)

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1.  Kap.  Von  den  Quellen  des  Rechtes.
legung  (t).  Sind,  abgesehen  von  mehrfachen  Wortbedeutungen ¬
  Zweifel  und  Dunkelheiten  vorhanden,  welche  durch
grammatische  Auslegungen  nicht  gehoben  werden  können,
dann  ist  1)  der  Sinn  anzunehmen,  welcher  dem  Zwecke  oder
Rechtsgrunde  des  Gesetzes  am  vollkommensten  entspricht  (u),
im  Zweifel  aber  2)  die  billigere  und  gelindere  Meinung  vorzuziehen ¬
  (v).  3)  Correctorische  Gesetze  sind  mit  Rücksicht
auf  die  geringste  Abweichung  von  dem  bestehenden  Rechte  zu
interpretiren  (w).  4)  Dagegen  weicht  die  Auslegung  der
Privilegien  von  der  anderer  Gesetze  für  sich  nicht  ab,  und
namentlich  findet  die  ausdehnende  Auslegung  auch  bei  ihnen
Statt,  obwohl  sie  immer  eine  strenge  bleibt,  also  nicht  in
analoge  Anwendung  oder  Ausdehnung  übergeht.  (2).
§.  15.
C.  Vom  jus  non
(§.  9.)  Die  aus  mehrmaliger  und  seit
scriptum  (y).
längerer  Zeit  geübten  Handlungsweise  hervorgehende ¬
  gleichmäßige  Fortsetzung  derselben  ist  überhaupt  Geet ¬
  quand.  vim  leg.  obtin.  Göt(t) ¬
  Daher  enthalten  fr.  9.  §.  2.
ting.  1752.  4.  Hofacke  de
ad  SC.  Mac.  (XIV.  6.)  fr.  7.  §.
jur.  consuet.  Tubing.  1774.  4.
7.  fr.  31.  §.  24.  fr.  49.  de  donat. ¬
  i.  V.  et  U.  (XXIV.  1.)
Bericht.  u.  Zus.  zu  den  Instit.
Beispiele  einer  interpret.  extend. ¬
  röm.  R.  als  Anh.  zu  Höpfsiva, =
  fr.  25.  §.  5.  de  her.  pet.
ner's  Comment.  pag.  151  sq.
(V.  5.)  und  fr.  4.  de  fund.  dot.
Meurer  in  d.  jurist.  Abh.  u.
(XXIII.  5.)  aber  Exempel  anaBeobachtungen. ¬
  1.  No.  4  —6.
Schweitzer  (C.  G.)  de  deloger ¬
  Anwendung.
suetudine.  Lips.  1801.  8.  Schö(u) ¬
  fr.  19.  de  legib.  fr.  67.
man  im  Handb.  d.  Civilr.  1r
de  R.  J.
Bd.  p.  28  sq.  Volkmar  (K.
(v)  fr.  56.  90.  155.  §.  2.  de
H.  L.)  Beitr.  z.  Theor.  d.  GeR. ¬
  J.
wohnheitsrechts.  Braunschw.  u.
(w)  Thibaut  i.  d.  Theorie
Helmst.  18  6.  8.  Klötzer  (W.)
Vers.  eines  Beitr.  z.  Revision
§.  15.  20.  und  in  d.  Vers.  I.
d.  Theorie  vom  Gewohnheitsr.
p.  215  ff.
(x)  Hufeland  Lehre  v.  den
Jena  1815.  8.  Gesterding
Privileg.  im  Handb.  Abh.  III.
(F.  C.)  Beisteuer  z.  Theor.  v.
Gewohnheitsrecht,  im  Arch.  für
P.  242  ff.
(y)  Dig.  de  legib.  I.  5.  Cod.
die  civil.  Prar.  III.  18.  p.  259
quae  sit  long.  cons.  VIII.  53.
sq.  Schmidt  (E.  F.  E.)  Vers.
Cod.  Th.  V.  12.  de  long.  coneiner -
  Theorie  d.  Gewohnheitsr.
suct.  Lib.  extr.  I.  4.  de  cons.
Leipz.  1815.  8.  Puchta  (G.
Lib.  sext.  I.  4.  cod.  G.  v.  dem
F.)  über  das  Gewohnheitsrecht.
Busch  D.  de  consuetud.  und.
Erl.  1828.  8.
            
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