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Wiesen, Kämpe und Gehölz liegen in dreien Howen;
die erste, darin der Hof liegt rc. ec."
Ueber die Art, wie die alten Germanen ihre Felder
bewirthschafteten, hat eine Stelle des Tacitus (Germania 26.)
zu mehreren Mißverständnissen, aber wie es scheint, mit
Unrecht den Anlaß gegeben. Jene Stelle heißt: „agri pro
numero cultorum ab universis per vi ces (in der ErnestiOberlin'schen ¬
Ausgabe heißt es statt per vices: in vices)
occupantur, quos mox inter se secundum dignationem
partiuntur; facultatem partiendi camporum spatia prae— ¬
stant.; arvaper annos mutant et superest ag
(die Acker werden nach der Zahl der Bebauer von allen insgesammt ¬
wechselsweise eingenommen, bald nachher theilen ¬
sie dieselben unter sich nach dem Range; die Leichtigkeit
des Theilens gewährt die Ausdehnung der Felder; die SaatDen ¬
felder wechseln sie jahreweise und es bleibt Feld übrig.
ersten Satz hat man mit zwei Stellen des Julius Cäsär
(de Bello Gallico IV. 1. VI. 22.) in Verbindung gebracht,
wo dieser von den suevischen Volksstämmen, welche damals
noch keine feste Wohnsitze hatten, sondern als kühne Exoberer ¬
umherzogen, erzählt, daß keiner von ihnen, damit nicht
aus dem Krieger ein friedlicher Ackerbauer werde, länger als
ein Jahr an einem Orte des Anbaues wegen verweilen dürfe
und deßhalb jährlich von ihren Oberhäuptern einem jeden
sein Feld neu angewiesen werde. Die bereits ansässigen germanischen ¬
Volksstämme konnten aber, wenn die Wohnungen
der ersten Anbauer nach Möser (Osnabr. Gesch. Th. 2.
S. 221.) auch der Hauptsache nach in „vier Pfälen" bestanden ¬
hätten, die sich leicht aufziehen und von Ort zu Ort
bringen ließen, dennoch einen so häufigen Wechsel ihrer Wohnsitze ¬
und Acker nicht wohl dulden. Selbst ein bloßes periodisches ¬
Wechseln der dem einzelnen zugetheilten Huben, wie