Full text : ¬Das gemeine deutsche und hansestadtbremische universelle Vermögensrecht auf Grundlage der modernen Volkswirtschaft (2,1)

§  173.  Eigenthumsübergang  durch  Richterspruch.
598
Rückgabe  des  mit  der  Auflage  der  Nichtveräußerung  Gegebenen
oder  auf  Entschädigung";  aber  nichtig  macht  es  die  Veräußerung
nichts.
C.  Eigenthumsübergang  durch  Richterspruch.
§  173.
Der  Richter*  kann  durch  seinen  Spruch  Eigenthum  übertragen ¬
  im  Theilungsprocesse  (Adjudication)";  ferner,  wenn  sich
6  Nach  dem  Rechte  der  Voraussetzung  (§  98).  L.  3  C.  de  cond.  ob  caus.
dat.  4.  6.
7  L.  75  D.  de  contr.  emt.  18.  1,  l.  21  §  5  D.  de  A.  E.  V.  19.  1,
1.  135  §  3  D.  de  V.  O.  45.  1.  Von  der  Gültigkeit  der  Obligation  auf
Nichtveräußerung  reden  auch  1.  7  C.  de  reb.  al.  4.  51,  l.  9  C.  de  pact.  int.
emt.  4.  54.  Seuff.  Arch.  XXXIII.  201.
§  L.  61  D.  de  pact.  2.  14.  „Nemo  paciscendo  efficere  potest,  ne
sibi  locum  suum  dedicare  liceat,  aut  ne  sibi  in  suo  sepelire  mortuum
liceat,  aut  ne  vicino  invito  praedium  alienet“.  Gibt  es  Ausnahmen  von
diesem  Satz?  Eine  unzweifelhafte  aber  antiquirte  in  l.  9  D.  de  manumiss.
40.  1,  l.  9  §  2  D.  qui  et  a  quib.  40.  9,  l.  5  C.  si  manc.  4.  57.  Vgl.
darüber  Ihering  Jahrb.  f.  Dogm.  X  S.  546  fg.  Eine  andere  ist  nach  der
Lesart  der  Florentinischen  Handschrift  enthalten  in  l.  7  §  2  D.  de  distr.  pign.
20.  5.  „Quaeritur,  si  pactum  sit  a  creditore,  ne  liceat  debitori  hypothecam ¬
  vendere  vel  pignus,  quid  iuris  sit,  et  an  pactio  nulla  sit  talis,
quasi  contra  ius  sit  posita,  ideoque  veniri  possit.  Et  certum  est,  nullam
esse  venditionem,  ut  pactioni  stetur“.  Zwar  hatten  die  Glossatoren  Handschriften, ¬
  in  denen  gelesen  wurde:  nullam  esse  pactionem  (oder  conventionem).
ut  venditioni  stetur,  und  diese  Lesart  wird  von  Manchen  für  die  richtige
erklärt,  indem  Einige  zugleich  den  Anfang  so  ändern:  „si  pactum  sit  a  debitore, ¬
  ne  liceat  creditori  hypothecam  vendere“  (zu  den  Letzteren  gehören
namentlich  Puchta  Zeitschr.  f.  gesch.  RW.  XII  S.  220  fg.  (kl.  civ.  Schriften
Nr.  38)  und  Böcking  II  S.  193—195);  aber  bei  der  Bestätigung,  welche
+r
die  Florentina  durch  die  Basiliken  (XXV.  7.  7)  empfängt,  verdient  jene  Abweichung ¬
  nicht  die  mindeste  Beachtung.  Soll  hier  geholfen  werden,  so  kann
dieß  nur  durch  Conjectur  geschehen,  und  sinnreich,  aber  allerdings  ebenfalls
gegen  die  griechische  Ueberlieferung,  schlägt  jetzt  Mommsen  vor:  „et  certum
est,  nullam  esse  (sc.  pactionem),  nec  impediendam  esse  venditionem,  ut
pactioni  stetur“.  Nähere  Literaturangaben  bei  Böcking  a.  a.  O.  und  Vangerow ¬
  I  §  299  Anm.  Nr.  4;  s.  noch  Dernburg  Pfandr.  II  S.  20—28,
Wächter  II  S.  21  fg.,  Kohler  pfandrechtl.  Forschungen  S.  21  fg.  Pagenstecher ¬
  1  S.  62  a.  a.  O.  will  die  Stelle  verstanden  wissen  von  dem  Vertrage ¬
  über  die  Nichtveräußerung  des  dem  Schuldner  von  einem  Dritten
(seinem  Schuldner)  gegebenen  Pfandes.  Dagegen  Vangerow  a.  a.  O.,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer