Inhaltsverzeichnis : Phillips, Richard: Über die nächsten Ursachen der materiellen Erscheinungen des Universums

Viertes  Kapitel.
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Die  Kraft  verhält  sich  gleichfalls,  wie  die  Quantität ¬
  der  Materie  in  den  thätigen  und  in  den  durch
diese  in  Thätigkeit  gesetzten  Körpern.
Beide  Verhältnisse  verbunden,  sind  die  nothwendigen ¬
  Gesetze  der  Kraft,  wie  sie  auf  und  durch  irgend
ein  flüßiges  oder  gasartiges  Medium  fortgepflanzt
wird;  und  daraus  entspringt  nun  ein  allgemeines  Naturgesetz, ¬
  das  in  der  That  bloß  das  Gesetz  der  Bewegung, ¬
  und  zugleich  das  Gesetz  der  Gravitation,  aber
ohne  die  falschen  Analogien  der  letztern,  ist.
Durch  Unterwerfung  unter  diese  Gesetze  ist  jedes
Medium  ein  eben  so  vollkommener  und  vollständiger
Leiter  der  Kraft,  als  irgend  ein  fester  und  zusammenhängender ¬
  Körper  in  der  Natur;  d.  h.  das  Wasserstoffgas ¬
  ist,  auf  diese  Art,  ein  eben  so  vollkommener
Leiter  von  irgend  einer  Kraft,  als  ein  Hebel  von  Platina ¬
  oder  Eisen.  Der  letztere  leitet  die  ganze  Kraft
durch  Propulsion,  und  das  erstere  ganz  durch  die  gleichen ¬
  Mittel,  nur  mit  dem  Unterschiede,  daß,  da  sich
die  Atome  frey  unter  einander  bewegen  können,  diese
die  Kraft  rechts  und  links  eben  so  gut,  wie  gerade
vorwårts,  fortpflanzen,  und  die  Kraft  daher  im  umgekehrten ¬
  Verhältniß  des  Quadrats  der  Entfernung
divergirt,  oder  sich  verbreitet.
Erster  Versuch.  Man  hänge  eine  Feder  mitten
in  ein  ruhiges  Zimmer  an  einem  feinen  Seiden-  oder
Spinngewebe=Faden  auf,  und  bewege  in  der  Entfernung ¬
  von  8  Fuß  irgend  eine  breite  Oberfläche  schnell
gegen  dieselbe,  so  wird  sie  in  eine  gewisse  Entfernung
vorwärts  getrieben  werden;  erfolgt  die  Bewegung  von
einer  Entfernung  von  4  Fuß  aus,  so  wird  sie  viermal ¬
  so  weit  getrieben  werden;  und  von  2  Fuß  aus,
16mal  so  weit.
            
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