Volltext : Weismann, Jakob: ¬Die Feststellungsklage

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impon  i.  —  Qui  libellus  non  procedit  nisi  fiat  aliquis  actus
u.  s.  f.  17)
inquietans  quia  super  hoc  fundatu
Die  Anrufung  des  richterlichen  Officium's  in  dieser
Anwendung  bezweckt  also  Schutz  gegen  drohendes  Unrecht,
sie  gründet  sich  auf  eine  gerechte  Furcht  vor  künftiger  Beschwerde, ¬
  ihr  Ziel  ist:  non  inquietari,  gleich  dem  kanonistischen ¬
  silentium  imponi.—  Das  ist  ganz  und  gar  der  Charakter
der  Extrajudicialappellation*8).  Es  wurde  bemerkt,  wie
die  Extrajudicialappellation  als  Feststellungsmittel  die  Tendenz -
  hatte,  sich  zu  einer  einfachen  imploratio  des  iudex  ordinarius ¬
  zu  gestalten;  im  c.  conquerente  X.  de  off.  ord.  sehen
schon  Innocentius  IV.  und  Hostiensis  in  seinem  Apparatus ¬
  den  Fall  ciner  imploratio  des  officium  iudicis.
Hier  schen  wir  das  Ziel  erreicht.  Ganz  schlagend  wird
der  historische  Zusammenhang  des  remedium  ex  l.  si  contendat ¬
  mit  der  Extrajudicialappellation  nachgewiesen  durch
folgendes  Zeugniss  des  Bartolus*)  über  die  herrschende
Praxis  seiner  Zeit:
„Sed  regulariter  videtur,  quod  quilibet  ubi  habet  exceptionem, ¬
  etiamsi  non  conveniatur,  potest  iudicis  officium
implorare,  ne  ab  adversario  inquietetur.  -  Quaero,  quis
erit  iudex,  cuius  officium  implorabitur?  Credunt  communiter ¬
  advocati,  quod  sit  iudex  appellationis,
cum  ista  reductio  sit  appellationis  species."
Und  nun  macht  Bartolus  ganz  denselben  Schritt,  welchen ¬
  wir  die  kanonistische  Praxis,  gestützt  auf  das  c.  55
———
17)  Baldus  ad  l.  nec  contra  (2)  C.  ne  filius  pro  patre  (4,  18).
18)  Dass  die  Extrajudicialappellation  gegen  Private  auch  in
den  weltlichen  Gerichten  üblich  gewesen,  ist  nicht  zu  bezweifeln,  s.
Bartolus  ad  l.  7  D.  de  app.  recip.  (49,  5),  vgl.  Wetzell,  Systom
§  58  N.  12.  Der  Curiosität  halber  will  ich  erwähnen,  dass  sogar
die  operis  novi  nunciatio  auch  als  cine  provocatio  quaedam
sive  extraiudicialis  appellatio  aufgefasst  wird.  Vgl.  Jason
ad  l.  hoc  edicto  (1  pr.)  D.  de  op.  nov.  nunc.  (39,  1)  n.  2.  Freilich
war  die  Geltung  der  Extrajudicialappellation  nach  weltlichem  Recht
nicht  ganz  unbestritten,  vgl.  Scaccia,  de  appellationibus,  quaestio  Il
n.  45  XVII.  38.  89.
19)  Ad  l.  si  societatem  (77)  §  arbitrorum  D.  pro  aocio  (17,  2).
            
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