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von ihm zu befürchten, so viel möglich, zu mäßigen
Alles dieses aber würde unnöthig und unsre Furcht ungegründet ¬
seyn, wenn folgende, durch mehrere Beobachtungen
und Erfahrungen wirklich unterstützten, auf die Lehre von
den specifiken Reizen gegründeten Ideen wahr wären, als
solche erwiesen werden könnten. Es ließe nemlich sich denken, =
daß verschiedene Systeme des thierischen Organismus
durch die Natur ihrer Mischung, wie der in dieser begründeten ¬
Processe sich, wie ungleichnamige Pole, entgegengesetzt
wären und hierdurch wechselseitig auf einander wirkten, eines
das andere unterstützte und erhielte, woher es dann käme,
daß, was in dem einen das Positive erzeugte, in dem andern
das Negative *) hervor brächte. Fände dieses wirklich
statt, so müßte das Leiden des einen Systems ein anderes in
dem zweyten nach sich ziehen, und positiv wirkende Mittel an
dieses, negative an jenes gebracht, würden die Krankheit
heilen. Und wirklich scheint zwischen Nerven und Blut
(Lymph=?) Gefäßen ein ähnliches Verhältniß statt zu finden; ¬
überall sehen wir beyde neben einander hinlaufend, und
Veränderungen in diesen, andere in jenen, und so umgekehrt, ¬
nach sich ziehn. Vergleichen wir dies mit dem, was
neuere Versuche über die Wirkungen der Alkalien und Säuren
auf diese Theile uns lehrten, und halten es mit den ähnlicher ¬
Wirkungen der beyden Säulenpole in der anorgischen
wie organischen Schöpfung zusammen, so gewinnt obige
9 Jn dieser Hinscht werden wir das Verfahren derer nicht gamg
billigen, welche an der Seite des nicht indicirten Poles die
Hand in ein mit Salzwasser u. dergl. gefülltes Gefäß bringen ¬
und so die Kette schließen. Die Wirkung wird hierdurch
an dieser Seite verstärkt. Dasselbe wird der Fall beym Gebrauche ¬
der Sprengerschen sogenannten Berührer seyn (s. Wolken's ¬
aug. Schrift S. 46 folg.).
*) Dies ist wohl die einzige Hinsicht, in welcher man sich der
Ausdrücke: positiver und negativer Reiz, bedienen
darf.