II. Wechselordnung. III. Indossament. Art. 9.
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f. H. u. W. R. v. Calm v. I. 1873 p. 380, Entsch. d. R.
O. H. G. B. 11. p. 250.
In der vom Wechselinhaber nach Verfall und Protestirung des
Wechsels Mangels Zahlung erfolgten Cession seines Rechts
gegen den Trassanten (also nur seines Regreßrechtes) liegt nicht
auch zugleich eine Uebertragung seines Rechts gegen den Acceptanten. ¬
Erk. d. R. O. H. G. v. 14. Febr. 1873, Wochenschr.
f. H. u. W. R. v. Calm v. I. 1873 p. 108, Entsch. B. 9. p. 64.
e. Die durch richterliche Verfügung und ohne Uebergabe des
Wechsels erfolgte Ueberweisung der Forderung aus einem
Wechsel (der Ansprüche aus demselben) überträgt nicht das
Eigenthum an dem Wechsel selbst. (§§. 135. Tit. 2. u. §. 77.
Tit. 7. Thl. I. A. L. R.) Erk. d. R. O. H. G. v. 15. Novbr.
373, Entsch. d. R. O. H. G. B. 11. p. 360.*) Vergl. Erk.
d. Ob. Trib. zu Berlin v. 18. Juli 1861, Arch. v. Striethorst
B. 42. p. 276, Arch. f. W. R. B. 12. p. 174 u. Zus. 202.
Derjenige, welcher einen Wechsel bei einer gerichtlichen Feilbietung ¬
ersteht, erwirbt nicht die Rechte eines Indossatars, sondern
nur die eines Cessionars. Erk. d. ob. Oesterr. G. v. 8. Mär
1877, Jur. Bl. v. Burian v. I. 1877 p. 292.
Zus. 224.
Der Indossatar eines Actien-Interimsscheins (Promesse) ist als
solcher nicht berechtigt, wenn Mangels genügender Actienzeichnung ¬
die Actiengesellschaft nicht zu Stande kommt, ohne
Weiteres von dem Emittenten die von dem Zeichner geleistete
Anzahlung zurückzufordern. Erk. d. R. O. H. G. v. 24. April
1877, Entsch. B. 22. p. 214.
Zus. 225
Ein auf einen Schlußzettel gesetztes Giro hat die Wirkung einer
Cession der aus dem Schlußzettel hervorgehenden Rechte. Erk.
d. O. A. G. zu Dresden v. März 1855, Sächs. Zeitschr. f.
Rechtspfl. u. V. v. Tauchnitz B. 14. p. 252.2)
Zus. 226.
Ein auf einen nicht an Ordre lautenden Ladeschein gesetztes
Indossament hat die Wirkung einer Cession der aus dem Fracht
G. B.)
vertrage hervorgehenden Rechte. (Vergl. Art. 302. D. H.
2. April 1865, Centr.
Erk. d. A. G. zu Marienwerder v.
Org. f. d. H. v. Löhr N. F. B. 2. p. 47.*
Vergl. auch Erk. d.
O. A. G. zu Lübeck v. 22.
Juni 1869
(Arch. v. Seuffert
B. 24. p. 117) u. d. Erk. d. R. O. H. G. v. 3. Octbr.
1876, Entsch. B. 21. p. 80.
*) Die Ueberweisung einer Wechselforderung im Executionswege durch Zuschlag des gepfändeten und versteigerten ¬
Wechsels nebst dessen Uebergabe und Aushändigung an den Meistbietenden erscheint als nothwendige
Abtretung (cessio necessaria), welche mit der freiwilligen gleiche Wirkung hat und demgemäß das Eigenthum
am Wechsel überträgt. Erk. d. H. A. G. zu München v. 11. Octbr. 1877, Samml. d. Entsch. d. ob. G. in
Bayern B. 3. p. 697.
2) Vergl. auch Erk. d. O. A. G. zu Dresden v. 16. Febr. 1858 u. 5. Aug. 1865, Sächs. Wochenbl
f. m. Recht v. J. 1858 p. 246 u. v. J. 1866 p. 333, sowie Art. 7. u. Erk. d. Ob. Trib. zu Berlin v. 18. Juni
1860, Arch. v. Striethorst B. 37. p. 288.
*) a. Das auf ein nicht an Ordre lautendes Connossement gesetzte Blanco=Indossament legitimirt
den Inhaber nicht zur Klage gegen den Schiffer oder dessen Spediteur auf Herausgabe der Ladung. Erk. d.
Commerz=G. zu Königsberg v. 24. März 1865, Centr. Org. f. d. H. v. Löhr N. F. B. 2. F. 200.
b. Ein Indossament, welches auf einen über eine laut Schlußzettel abgeschlossene Roggenlieferung
lautenden Kündigungszettel gesetzt worden, überträgt nach der Usanz der Berliner Getreidebörse die Rechte
und Pflichten aus dem demselben zu Grunde liegenden Schlußzettel. Erk. d. Ob. Trib. zu Berlin v. 27. Mai
1865, Centr. Org. f. d. H. v. Löhr N. F. B. 2. P. 54.
Borchardt. Wechselordnung.