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§. 455.
3) Von den Rechten des Mannes an den Dotalsachen.
An körperlichen Sachen, welche dem Manne zur Bestellung
der Dos übergeben werden, erhält derselbe das Eigenthum *), oder
doch, wenn dieses wegen Fehlers nicht übergeht, den Usucapionsbesitz ¬
(pro dote) 2).
Ihm gehören die Früchte der Dotalsachen:
er hat die Lasten derselben und den zur Erhaltung nothwendigen
Aufwand zu bestreiten *), kann (unter der nachfolgend erwahnten
Beschränkung) veräußern *) und von jedem Besitzer vindiciren“
Bei Dotalforderungen steht ihm zu, vom Schuldner die Erfullung
zu verlangen, insbesondere ausstehende Capitalien einzucassiren:
Die Veräußerungsbefugniß erstreckt sich nicht auf Immobilien *),
selbst nicht bei Zustimmung der Frau ?). Das in Ansehung des
sundus dotalis bestehende Veräußerungsverbot erstreckt sich auch auf
Bestellung dinglicher Rechte und Aufgeben dinglicher Berechtigunund ¬
bewirkt im Fall der Uebertretung
gen an Liegenschaften
die Nichtigkeit der Veräußerung in der Art, daß nach Trennung
1) Pr. Inst. quib. alienare licet (2. 8); fr. 7 in f., fr. 8. fr. 9 pr. §. 1 de
jure dot. (23, 3) ; fr. 13 §. 2 de fundo dot. (23, 5). C. 23 in f. de jure
dot. (5, 12). v. Löhr im Mag. IV, 5.— Im Hinblicke auf C.30 eod.
hat die ältere Doctrin ein doppeltes Eigenthum an Dotalsachen angenommen, ¬
dominium civile des Mannes, naturale oder dormiens der Frau.
Vangerow, I. §. 218 Anm. 1. — Vgl. §. 456.
Fr. 1 pr. pro dote (31, 9); C. un. de usucap. pro dote (7, 28).
2)
3) Fr. 7 pr., fr. 10 §. 3. fr. 69 §. 1, fr. 77 de jure dot. Vgl. fr. 5, 6, 7
§. 12—14, fr. 8 sol. matr. (24. 3).
4) Fr. 12, 13, 15 de impensis in res dotales factis (25, 1). Vgl. fr. 3 §. 1
eoden.
5) Fr. 32, C. 3 de jure dot. Vgl. §. 459 Note 74.
6) C. 9 de rei vind. (3, 32).
7) C. 2 de obl. et act. (10, 4). Seufferts Archiv II, Nr. 62, 301.
8) Ueber den Begriff von dotale praedium vgl. fr. 1 §. 1, fr. 4, 12, 13 pr.
§. 1. 2, fr. 16 de fuud. dot. (23, 5).
9) Pr. Inst. quibus alienare licet (2, 8); C. uu. §. 16 de rei uxor. actione
(5, 13).
10) Fr. 5, 6 de fund. dot. C. 1 eodem (5. 23); C. un. §. 15 cit. Auch die
Theilung einer gemeinschaftlichen Sache darf der Mann nicht beantragen.
C. 2 de jure dot. cfnia.