Das Gewächsreich.
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Stengel mit gefieWurzeln ¬
und drei bis sechs Fuß hohe
derten Blättern. Man gebraucht die Wurzeln als Thee,
auch verschiedentlich zur Verbesserung des Geschmacks
anderer Arzeneien. In Spanien und Italien bereitet
man daraus den bekannten Lakritzensaft (oder Liquiritzensaft), ¬
und dieser ist wiederum ein Bestandtheil der
braunen Reglise.
Der Ehrenpreis, eine in Wäldern wild wachsende ¬
Pflanze, steht nicht mehr in solchem Ansehn, wie sonst;
ist aber als Thee wider den Husten ein gutes, wenigstens
unschädliches Hausmittel.
Das Tausendgüldenkraut kommt an Bitterkeit ¬
der Quassia ziemlich nahe; besonders eine andere, zu
demselben Geschlechte gehörige Gattung, der gelbe
Gentian genannt, mit seiner knollichten Wurzel, woraus ¬
man Essenzen und magenstärkende Tropfen, und in
der Schweiz einen starken goldgelben Spiritus bereitet.
Von dem (kleinen) Tausengüldenkraut, das man in
Deutschland auf Anhöhen häufig findet, gebraucht man
vorzüglich den obern Theil der Stengel mit den Blumen
und die Blätter.
Von der gemeinen Kamille werden besonders
die Blumen als Thee und auch äußerlich in Umschlägen
zur Zertheilung stockender Säfte empfohlen. — Eben so
ist auch die gemeine Schafgarbe in vielen Fällen als
ein vortreffliches Mittel äußerlich und innerlich zu gebrauchen. ¬
Man destillirt auch ein gelbgrünliches Oel
davon.
Der Löwenzahn (Dotter= oder Kuhblume)
hat in allen seinen Theilen eine bittere Milch, die eine
reinigende Kraft besitzt. Sie zeigt sich besonders wirksam
in Verstopfungen der Eingeweide. — Aehnliche Kräfte
zeigt der Fieberklee, der in stillstehenden Wassern
und sumpfigen Gegenden wächst.
Der