448 Th.II.B.l.Abth.IV. v. d. Erbf. d. adl. Wittw. §. 598.399,
Portion vorziehen, und dagegen die ihr eigenthümlichen
Gerechtsame aufgeben, oder diese geltend machen will5).
a) Biener Pr. Obss. iuris publici et feudalis Spec. III. de iuribus ¬
viduae ciuicae in feudis praesertim Saxonicis, marito
feudi possessore mortuo. Lips. 1795. 4.
b) Const. 57. P. III. — Man vergl. Moller ad h. Const.
num. 2. und Carpzov ib. Def. 3.
§. 398.
I. Das erste Vorrecht der adlichen Wittwen ist das
Leibgedinge (dotalitium)*), welches im Sächsischen
Rechte eine Art von Leibrente bezeichnet, die der
Wittwe zur Vergütung für ihr innen gelassenes Heirathsgut =
und Gegenvermächtnis nach Verhältnis des einen und
andern auf Lebenszeit gebührt.
a) Chph. Henr. de Berger Diss. Selecta iuris dotalitii capita. ¬
Viteb. 1725. 4. Jo. Henr. Gfr. Kaupisch Diss. Nonnulla ¬
de iuribus circa dotalitium viduae prae primis nobili Saxonicae ¬
competentibus. Erf. 1796. 4. Zachariä Handbuch
des Chursächsischen Lehnrechts §. 197 — 200. S. 212 — 216.
1. Unterschied zwischen dem außerhalb Sachsen an verschiedenen ¬
Orten gebräuchlichen Witthume (vidualitium) und dem
Sächsischen Leibgedinge. Man vergl. Hommel Rhaps. Obs.
479. 1o. Glieb. Se ger Diss. de alimentis viduae indotatae ex
feudo debitis. Lips. 1774. 4. Io. Ern. a Globig Comm. de
rebus dubiis in jure feudali c. 20. und Io. Aug. Hier. Thalwitzer ¬
Diss. de vidualitio ad statum viduitatis adstricto. Viteb.
1791. 4.
2. Ursprung des Sächsischen Leibgedinges aus der Verwechselung ¬
des deutschen Witthums mit der Römischen donatio propter
nuptias. Man s. Frid. Es. a Pufendorf T. III. Obs. 120.
und Dav. Ge. Strube Nebenstunden Th. V. Num. 37. S. 261
— 281.
§. 399.
Die Bedingungen, unter welchen eine Wittwe