Beispiel 8: Kaufgelderbelegungsverhandlung.
III.
In Gemäßheit der im Zuschlagsurtheil enthaltenen Kaufbedingungen ¬
übernimmt der Ersteher, Ackerbürger Daniel S., in Anrechnung ¬
auf das Kaufgeld:
1. die rubr. III Nr. 1 auf dem Gesammtgrundstücke eingetragene
Hypothekenforderung des Gärtners Eduard D. von 3 000,00 M.
nebst den Zinsen à 5% vom 1. Juli 1886 ab,
anzurechnen bis heute mit
500,00 2. „
die rubr. III Nr. 4 auf dem Grundstücksantheile des Ackerbürgers ¬
A. für den Rentier Fritz G. eingetragene Hypothekenforderung ¬
von
1500,00 M.
nebst 5% Zinsen vom 1. Juli 1886 ab, anzurechnen ¬
bis heute mit
250,00 3. „
die rubr. III Nr. 7 für den Lehrer Anton K. auf dem Gesammtgrundstücke ¬
eingetragene Hypothekenforderung von 3000,00 M
nebst 5% Zinsen vom 1. April 1889 ab, anzurechnen ¬
bis heute mit
87,50 zusammen „
unter den bisherigen Zins- und Zahlungsbedingungen als Selbstschuldner. ¬
IV.
Der Ersteher, Ackerbürger Daniel S., hat nach Abschnitt I an
Kaufgeld
zu zahlen. Derselbe hat nach Abschnitt III in Anrechnung auf das
Kaufgeld
übernommen, daher noch
zu entrichten, welche er baar auf den Gerichtstisch zahlt, wodurch
die Kaufgelder belegt sind.
Widerspruch wurde gegen den vorstehenden Theilungsplan von
keiner Seite erhoben, derselbe vielmehr, sowohl von den erschienenen
bisherigen Miteigenthümern, als auch von sämmtlichen übrigen Interessenten ¬
als richtig anerkannt.
Es wurden daher gezahlt:
an die Gerichtskasse Gerichtskosten laut aufgestellter Liquidation ¬
112,00 M.
2. an den Ackerbürger Karl A.:
60,00 M.
a) Gerichtskostenvorschuß
b) Kaufgelderantheil nach Abschn. IIA 1996,83 M.
2056,83 3. „
an den Kaufmann Ernst E. hierselbst die Ab1016,67 ¬
schnitt „
II Nr. 1 zur Hebung gelangten
4. an den Handelsmann Emil F. hierselbst die Abschnitt ¬
II Nr. 2 zur Hebung gelangten
305,00 3490,50 „
M.
Zu übertragen
287
Pf.
M.
3500
1750
308750
833750
18075
833750
9737/50
973750