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in mächtigen Massen unter der allgemeinen Lehm- und Sandbedeckung
zwischen den Dörfern Kurow und Nieder=Zahden aufgefunden; ähnliche ¬
Lagerungsverhältnisse sind auf dem rechten Oderufer bei Finkenwalde. ¬
Der Thon ist blaugrau, sehr fest und in feuchtem Zustande
sehr plastisch.
Bezüglich der geologischen Beschaffenheit des Ostsee=Strandes ist
hervorzuheben, daß zwischen Treptow und Revahl lehmiger Boden
mit Sand und schwarzem Moorgrunde wechselt. Unmittelbar am
Strande folgt unter dem oben aufliegenden gelben nordischen Sande
Lehm, der in den obern Lagen bräunlichgelb, in den unteren bläulichgrau ¬
ist. Er reicht bis zum Meeresspiegel hinab und enthält,
außer grobem Sande und kleinem Geschiebe auch große Bildungen
der letzteren Art. Diese großen Blöcke, die am Fuße der manchmal
20 Fuß hohen Lehmwände liegen, ohne daß der Wellenschlag sie
ort
ortzuführen im Stande ist, holt man in Booten zu den Hafenbauten
in Colberg und Swinemünde. Weiter gegen die östliche Mündung
der Oder wird die Küste wieder flacher und bedeckt sich mit niedrigen
Dünen, unter denen der eben genannte Jura=Kalk von Fritzon
vorkommt.
Von Misdroy bis jenseits Swinemünde breitet sich ein flaches
Sandland aus, das die ehemals größere Mündung der Oder darstellt*). ¬
Die Fruchtbarkeit oder technische Nutzbarkeit des Bodens der
Pommersch=Preußischen Seenplatte ist eine sehr geringe. Den größeren ¬
Theil bedeckt steriler Diluvial=Sand, der mehrfach in Flugsand
ausartet, oder Sumpf, welcher letztere allerdings durch Entwässerung
oft in fruchtbaren Wiesengrund umgewandelt werden kann. Nur
wenige Theile zeigen eine mittlere Fruchtbarkeit, namentlich die westlichen ¬
in der Nähe der Oder, die nördlichen in der Nähe der Küste
und ein paar innere Oasen. Eine wahre Ausnahme dagegen bildet
der „Waitzacker“ im Kreise Pyritz, in welchem die diluvialen Ablagerungen ¬
theils durch neuere Schlammablagerungen bedeckt sind, theils
aus Löß bestehen. An besonderen Erwerbsquellen, welche der Boden
darbietet, sind außer dem Bernstein und den Braunkohlen, welche,
die wenig bevölkerte, und mit Holz und Torf zur Genüge versehene
Gegend für spätere Zeiten ruhen lassen wird, nur etwa die Salinen
*) Girard a. a. O. S. 262 ff.