fullscreen : Institutionen (1)

2.  U.Absch.  Vrsch.  d.  R.u.  Hdl.  Fäh.  II.A.  Fam.  Sui,  alicn.iur.§.43.  217
§.  43.  c.  Quaedam  personae  sui  iuris  sunt,  quaedam  alieno  iuri
sunt  subiectae*).
Jeder  römische  Bürger,  welches  Alters  oder  Geschlechts  er
auch  sei,  ist  nothwendig  Glied  einer  Familie,  wäre  diese  auch
5  so  unvollständig,  daß  sie  aus  ihm  allein  bestände  2).  Die  in
oder  von  Familienverhältnissen  unabhängige  Person  ist  sur  iuris; ¬
  diejenige,  deren  Privatrechtsfähigkeit  3)  durch  die  familienrechtliche ¬
  Gewalt  einer  anderen  Person  gebunden  ist,  ist  alieno
juri  subiecta  *).  Das  Positive  in  den  Begriffen  sui  juris  per19 ¬
  sona,  pater  familias,  ist,  daß  die  Person  ihre  eigne  Familie  hat
oder  ist;  das  Negative,  nicht  der  Familiengewalt  eines  andern
unterworfen  zu  sein  5):  die  Fähigkeit,  alle  Arten  von  Familienge*) ¬
  Gai.  l.  48.  (=  pr.  I.  de  his
..  non  sequitur  ius  potestatis.“
)  Das  lus,  wovon  hier  die  Rede
4.  sui  l.  8.)  stellt  diese  als  alia  di15 ¬
  visio  der  Menschen,  nämlich  als  eine
ist,  gründet  sich  ausschließlich  auf  die
rein  romischrechtliche  auf,  nachdem  er
familia  des  civis  Romanus  (Gai.  1.
im  Vorhergehenden  die  nach  ius  gen55. -
  108.  117.  vgl.  119.  128.  Ulp.  X.
tium  und  civile  geltende  Eintheilung
3.  4.);  von  einem  Latinus  oder  pealler ¬
  Menschen  in  Freie  und  Sciaregrinus ¬
  kann  nicht  gesagt  werden,  er
20  ven  (1.  9.)  erörtert  hat.  vgl.  unsre
sei  sui  oder  alieni  iuris;  beide  haben -
  nicht  die  römische  Familienrechts§§. ¬
  33...36.  Diese  Eintheilung  betrifft
die  Rechtsfahigkeit  nach  röm.  Civilrecht
fähigkeit,  conubium.  Aus  der  streng
in  ihren  Gegensätzen  (Sclaven  und
civilrechtlichen  Natur  der  hier  in  Rede
Nichtbürger),  die  s.  g.  status  liberstehenden ¬
  Familiengewalten  über  Freie
ab  tatis  und  civitatis;  unter  jener  alia
folgt  auch  der  wichtige,  meist  übersedivisio ¬
  aber,  daß  Quaedam  persohene ¬
  Satz,  daß  sie  nur  die  Rechtsfanae =
  sui  juris  sind  u.  s.  w.  folgt  nun
higkeit  nach  ius  civile  Rom.,  nicht
die  Lehre  von  dem  s.  g.  status  fadie -
  nach  ius  gentium,  soweit  diese
miliae,  der  also  keineswegs  als  dritvon ¬
  jener  praktisch  unterscheidbar  ist,
30  ter,  mit  jenen  beiden  gleichartiger  stabeschränken, ¬
  wie  es  sich  §§.  45.  ff.  u.  im
lus  dasteht,  wie  in  der  Trichotomie
Familiengüterrecht  näher  herausstellt.
5)  Gai.  I.  50.  läßt  es  bei  der  Ander ¬
  Neueren.  Jene  beiden  s.g.  status  gehen =
  darauf,  ob,  der  eigentliche  stagabe ¬
  dieses  negativen  Moments  betus =
  hominis,  dieser  dritte,  darauf,
wenden;  Ulp.  IV  1.  aber  sagt  posiwie ¬
  man  nach  röm.  Civilrecht  rechtstip ¬
  „Sui  juris  sunt  familiarum  suafähig -
  ist.
rum  principes,  i.  e.  pater  familiae,
itemque  mater  familiae“;  und  in
L.  195.  §.  2.  D.de  V.  S.  S.  S.
216.  3.  7.  ff.
L.  195.  §.  2.  D.  de  V.  S.  (S.  216.
3)  Auf  die  öffentliche  Rechtsfähig3.13.f.) ¬
  „qui  in  domo  dominium  hajo ¬
  keit  ist  die  Stellung  des  civis  in  seibet, ¬
  ..  quamvis  filium  non  habeat  ;
ner  Familia,  ob  er  sui  oder  alieni
nam  .  .  et  ius  [d.  h.  den  Rechtsbefuris ¬
  ist,  ohne  Einfluß  Vgl.  §.  33.
griff  demonstramus.“  Vgl.  Ulp.
und  z.  B.  Pomp.  L.  9.  D.  de  his  9.
lib.  I.  Inst.  in  L.  4.  D.  de  his  qui
sui  l.  6.  „Filius  familias  in  publisui -
  l.  6.  „Patres  familiarum  sunt
1  cis  causis  loco  patris  fam.  habequi -
  sunt  suae  potestatis,  sive  putur.« ¬
  Herm.  L.  14.  pr.  D.  ad  SC.
beres  sive  impuberes;  simili  modo
Treb.  XXXVI.  t.  „ius  publicum
matres  familiarum
            
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