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Dritter Abschnitt.
andere es zulassen, so daß auch in diesem Falle der Eigenthümer
den vom Juden für das Pfand gegebenen Pfandschilling zahlen
muß 151
Der Schutz, welchen jüdische Pfandbesitzer gegen die Klage
des Eigenthümers genossen, findet sich hier und da auf christliche
Pfandbesitzer übertragen. Wo derselbe städtischen Pfandhäusern
oder kirchlichen montes pietatis in Privilegien beigelegt wird,
scheint eine geflissentliche Nachbildung des Judenrechts vorzuliegen,
zu dem Zwecke, diese Anstalten in den Stand zu setzen, dem
Pfandwucher der Juden mit Erfolg Konkurrenz zu machen. Wo
dagegen jener Schutz allen Pfandbesitzern gewährt wird, wie es
in einigen Stadtrechten geschieht 52), handelt es sich um eine
den gutgläubigen Erwerber sicher stellende Maßregel zur Förderung ¬
des bürgerlichen Verkehrs.
Zu einer rechtsgültigen Satzung war endlich neben der Verpfändbarkeit ¬
des Gegenstandes und der Befugniß, über diesen
Gegenstand durch Verpfändung zu verfügen, der Abschluß des
Pfandvertrages nöthig. Es mußten die allgemeinen Voraussetzungen ¬
eines Vertrags und die besondern Voraussetzungen
II. 81). Ausgenommen wenn der Jude sich wie ein Christ belangen lassen
will, Ssp. III. 7. §. 1. die jode ne mut des kersten mannes gewere
nicht sin, he ne wille antwerden in kerstene mannes stad.
151) Goslar. R. 81, 6. (wo statt wart zu lesen ist wat). Verm. Ssp.
IV. 42, 22. waz eyn jodde verkauffet unde wert daz anegefanget, bekennet -
daz der jodde, der is sal von rechte eyn gewer sin, he lidet
vorbaz keyne nod, sundern he mus is weddergeben vor daz gelt, daz
he doruff gelegen hatte.
152) Murten. Stadtrodel §. 34. (Gaupp II. 158). Si quis in foro
de M. publice aliquid emerit .. non debet amittere sortem, quam pro
eo dedit quantumcunque res fuerit viciosa. Si vero intra domum tacite
emerit, probato quod res fuerit furtiva vel ablata, tenetur eam restituere.
.. et amittit sortem. Si vero extra villam in nemoribus vel in deviis,
perdit pretium .. et rem restituit et sculteto 60. sol. tenetur emendare.
Bamberg. R. §§. 75, 76, 77. Wer aber im die hab eingesetzt worden,
so soll er aber behaben, das er (§. 76. bey lichtem tag) fur rechfertiges
gut darauff gelihenn habe unnd dasselb soll im der wider geben, der
nach der hab kombt unnd die behabt.