31.3.
Das Gottesbewusstsein im Volksrechte der Germanen, nebst einigen Betrachtungen verwandter Art über die neuere Zeit. Bruchstücke aus den Papieren des Prof. Schildener zu Greifswald. Greifswald, Koch, 1839
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Bas Gottesbewiisstsein im Volksrecbte der Germanen, nebst
einigen Betrachtungen verwandter Art über die neuere Zeit. Bruch-
stücke aus den Papieren des Prof. &cliildener zu Greifswald.
Greifswaldj Koch, 1839- 50. S. 8.
Manche Schriftsteller pflegen, wenn sie schwierige Materien zu
behandeln haben, wohl in der Absicht, den Leser etwas freie Luft
^schöpfen zu lassen, oder auch, um ihn von Neuem anzuspornen, den
Hauptgegenstand aufmerksam zu verfolgen, von Zeit zu Zeit eine
Bemerkung einzustreuen, die nicht uninteressant, aber doch nicht zu
dem eigentlichen Thema gehörig ist. Wenn wir nun diese uns zur
Anzeige von der Red. zugeschickte Schrift mit einigen Worten be-
sprechen, so mögen die Leser der Zeitschrift dieselben als eine
solche Zwischenbemerkung betrachten; denn da vom Rechte in der
Schrift fast gar nicht die Rede ist, so kann eben auch die Anzeige
sich damit nicht wohl beschäftigen.
Der Verf. hat, wie er auch in der Vorrede bemerkt, vor meh-
reren Jahren zwei Schriftchen über die religiöse Gemeinschaft der
Milschwörenden geschrieben, ohne jedoch, wie er bescheiden selbst
sagt* Andere, wie es schien, noch ihn selbst zu befriedigen. Nun
wollte er noch ein letztes Wort in dieser Sache sagen, und diesem
einige verwandte Ansichten unserer Zeit beigeben. Daraus sollte
sich eine Abhandlung unter obigem Titel gestalten. Indes wurde er
an der Vollendung gehindert, und als er dies in einer anderen kleinen
Schrift ausgesprochen hatte, bat ihn ein Freund, die Handschrift in
der unvollendeten Art und Form herausgehen zu dürfen, worein der
Verf. willigte»
Der erste Theil des Schriftchens enthält nun, von allgemeinen
Gesichlspuncten ausgehend, wie uns dünkt, klarer und mehr im Zu-
sammenhänge mit anderen Ideen als früher, die schon ausgespro-
chene Ansicht des Verfassers über die religiöse Gemeinschaft der
Milschwörenden, Wollten wir uns auf diese weiter einlassen, so