II. Bemerkungen zu den statistischen Uebersichten.
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vermehrt; es mag darin für die ehrbare Sitte etwas Entsetzliches ¬
liegen, wenn ihr im Jahre 1860 schon mit nackten
Zablen der Beweis geleistet wird, wie viele uneheliche Zeugungen ¬
im Jahre 1865 in diesem oder jenem Kantone der
Schweiz stattfinden werden, es sei! — allein die Ziffern in
der Statistik, dieser mit Zahlen gemeisselten Geschichtsblätter
der Völker, werden dennoch die Wahrheit des Gesagten entgegenstarren ¬
und die nächste Zukunft ihre Prophetie bekräftigen. ¬
Richtig dabei ist und bleibt, dass das Gute wie das
Schlechte in der Geschichte der Völker ihren Kulminationspunkt ¬
haben, — diesen nach den Gesetzen der Geschichte
— ihn aber nicht
im Laufe von Jahrhunderten erklimmen,
übersteigen, um so die soziale Welt-Ordnung nicht umzustürzen. ¬
Und so darf auch den nächsten Steigungen der
ünehelichen Kinderzahl in der Schweiz wie im Auslande in
der Beziehung mit Beruhigung entgegengesehen werden, dass
diese nie Zahlen erreichen wird, welche das Bestehen guter
Sitte, die Existenz eines jungfräulichen Sinnes in dem socialen ¬
Leben der Völker vollständig aufheben, oder eine diese
wirklich bedrohende Präponderanz annehmen wird.
Schliesslich wiederholen wir, und zwar nicht mit geringem
Stolze, dass die angezogene Statistik die Ansicht, die Schweiz
dürfe mit Rücksicht auf die vorwürfige Materie den Vergleich
mit dem Auslande nicht aushalten, eine total unrichtige ist.
Wahrlich, wie in so mancher andern politischen und nationalökonomischen ¬
Beziehung, steht auch bezüglich der Anzahl der
unehelichen Kinder unser schönes Vaterland, das Schweizerland, ¬
unter allen europäischen Staaten ziemlich in den günstigsten ¬
Verhältnissen da!
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