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allein als Folge wenig existenter pädagogischer, psychologischer
oder soziologischer Wissenschaft erklärt werden. Vielfach wurden
informelle und formalisierte Kommunikationsbarrieren wirksam, sowohl
als Folge eines auf Isolation von der politischen Praxis bedachten
wissenschaftlichen Selbstverständnisses, als auch bedingt durch
eine sich gegen wissenschaftliche Aufklärung immunisierende politische -
Praxis, vor allem in Fällen, in denen die bildungspolitischen
Interessen interaktionsbereiter Wissenschaftler denen der politischen -
Entscheidungsträger widersprachen.
Ein nicht geringer Teil der schulpolitischen Bedeutungslosigkeit
human- und sozialwissenschaftlicher Arbeiten beispielsweise in der
Bundesrepublik läßt sich zurückführen auf die hinsichtlich der
Differenzierungsprobleme inadäquaten Themenvorstellungen der Wissenschaftler -
dieser Disziplinen. Die Lehrstühle für Pädagogik waren
nach dem Kriege vor allem mit älteren Pädagogen aus der Weimarer Zeit
und auch noch der des Dritten Reiches besetzt; das für sie charakteristische -
Interesse an Fragen der allgemeinen pädagogischen Theorie
verband sich einerseits mit einer mangelnden Rezeption ausländischer
Forschungsergebnisse der human- und sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen, -
zum anderen mit generelleren gegen empirische Vorgehensweisen -
gerichteten Einstellungen. Der thematischen Beschränkung
der geisteswissenschaftlichen Pädagogen entsprach die Konzentration
der älteren phänomenologisch orientierten Psychologen etwa auf
98
Beide
Probleme der Persönlichkeitstheorie und Charakterkunde
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Gruppen enthielten sich weitgehend, bis auf gelegentliche und dann
meist konservative Entwürfe, des schulbezogenen wissenschaftlichen und
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Die durch die Rückkehr von in die angelpolitischen -
Engagements
200
und durch die
sächsischen Länder emigrierten Wissenschaftlern“
Rezeption des Standes der angelsächsischen sozialwissenschaftlichen
Methodologie verursachten Insuffizienzerlebnisse vor allem jüngerer
Human- und Sozialwissenschaftler hatte zur Folge, daß auf traditionell
vorgegebenen Forschungsgebieten wie etwa dem der Wahrnehmungspsychologie -
oder Psychophysik in zunehmend detailbezogener, sich als
werturteilsfrei verstehender Forschung Themen angegangen wurden, die
an gesellschaftstheoretischen Relevanzkriterien nicht gemessen worden