Niederlande.
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Regierung ausübt, der diese beim Abschlusse von Handels= und
Schiffahrtsverträgen mit auswärtigen Staaten die Verpflichtung
(Im Jahre 1838 hat die Gesellschaft 140 große Fahrzeuge, zusammen von
100,.000 Tonnen, befrachtet und an die Eigenthümer derselben 16,532.000 Fr.
bezahlt. Im Jahre 1839 hatten die von ihr befrachteten Schiffe einen Tonnengehalt ¬
von 116,000, und im Jahre 1840 von 138,000 Tonnen.)
Während die Gesellschaft auf diese Weise die Nationalmarine hob, gab sie
Holland die durch die Last der Abgaben und die dadurch herbeigeführte Theurung
vernichtete Manufacturindustrie zurück. Die Wiederherstellung der Fabriken in
Holland schien unmöglich; welche Fabrik hätte sich dort über die Kosten ihrer ersten
Einrichtung erheben können? König Wilhelm erkannte dies Hinderniß, hielt es
aber für überwindlich und fügte deshalb dem Freibriefe der Gesellschaft die Bestimmung ¬
hinzu, daß sie zu Ausfuhrartikeln nur Producte des Landes verwenden
dürfe, es sei denn, daß sie sich dieselben nicht zu angemessenen Preisen verschaffen
könne. Er veranlaßte die Gesellschaft, mit solchen Fabriken in gegenseitige Geschäftsverpflichtungen ¬
zu treten, welche auf seine Bestellungen in's Leben gerufen
wurden. Da nun überdies diese Operationen durch die Zolltarife und durch den
ganzen Schutz der Behörden unterstützt wurden, während man zu gleicher Zeit in
Europa auf allen Punkten des Königreichs Fabriken anlegte, so gelang es in Indien ¬
den Engländern die Lieferungen nach Java zu entreißen. Im Jahre 1824
sandten die Nationalfabriken nur für 630,000 Francs, die englischen Fabriken dagegen =
für 5,40,000 Francs Baumwollenwaaren nach Java; im Jahre 1839 war
das Verhältniß schon umgekehrt, denn erstere versandten für 15184.000 Francs.
leztere nur für 6,850,000 Francs. Im Jahre 1838 hatte die Einfuhr in Erzeugnissen ¬
von Europa und Amerika einen Werth von 23,205,212 Gulden, darunter =
allein für 5,775,321 Fl. niederländische Leinwand und niederländische Baumwollenzeuge, ¬
und für 3,969,047 Fl. fremde. Im Jahre 1837 wurden unter Anderm ¬
28750 Stück Kaffesäcke im Werthe von 96,791 Fl. aus dem Mutterlande
in die Colonien eingeführt, für 3,678,740 Fl. Leinen und Kattuns, und für
12840 Fl. Tücher und wollene Stoffe, Wie bedeutend die Einfuhr aus den
Riederlanden nach Java überhaupt geftiegen ist, ergiebt sich aus einer Vergleichung
der Jahre 183%, denn sie betrug
im Jahre 1836: 6,420,043 Fl.
» „ 1837: 11,058,376 »
» „ 1838: 14,937,449 »
» » 1839: 15,484,000 »
Die Ausfuhr des Jahres 1838 ging
nach den Niederlanden mit 29,435,969 Fl.
nach England
1,400,018 »
nach Frankreich
1,100,172 »
nach dem Archipel
7,823,377 »
und die niederländische Flage war dabei vorherschend thätig, denn sie besorgte
einen, den Geldwerth von 35,518.847 Fl. repräsentirenden Theil derselben.
Der König hat übrigens dafür Sorge getragen, daß der Gesellshaft durch die
Eröffung des Markts von Java kein Monopol zu Theil werde, indem ihr durch