Max-Planck-Institut
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jeden Zahl geübt. Die Bekanntschaft mit dem Zehnergesetze, welches
erst mit dem Gebrauche des Ausdruckes „Zig“ in seiner Schärfe
hervortritt (ein und zwanzig), wird hier behufs der schriftlichen
Uebungen eingeleitet
3.
Der Zahlenraum von 1 -100. -
Erweiterung des auf der vorigen Stufe Erlernten; die 4 Species -
gesondert der größern Uebung wegen, mündlich und schrift¬*). -
lich; Einmaleins
4.
Das Numeriren und die 4 Rechnungsarten in jedem
Zahlenumfange, wobei jedoch vor zu großen Zahlen sehr zu
warnen ist. Die Kenntniss der üblichsten Währungszahlen
(s. Preuß und Vetter Kinderfr. Anh. XII.) ergiebt sich schon
hier durch fortgesetzte Beschäftigung mit angewandten Aufgaben
5.
Das Bruchrechnen, auf mannigfache Anschauung gegründet,
kann in ähnlicher Weise wie die ganzen Zahlen auf Stufe 2.
behandelt werden.
6.
Das Rechnen mit ungleich benannten Zahlen. Das
Resolviren, Reduciren, das Zuzählen, Abziehen (Zeitberechnung),
Vielfachen (Preis=, Lohn ec.= Berechnungen), Theilen.
7.
Der Dreisatz, zurückgeführt auf eine unvollendete Division.
8.
Die Raumberechnung (Flächen= und Körperberechnung).
Die Lehre von den Proportionen und deren Anwendung ist der
Volksschule entbehrlich.
Mit dem Eintritt in die 6te Stufe, oder auch schon nach den ersten
Anfängen des Bruchrechnens, beginnt zugleich und wird ununterbrochen fortgesetzt, -
das äußerst bildende sogenannte algebraische Kopfrechnen oder
das freie Rechnen, d. h. die Schüler werden angeleitet, solche Aufgaben, die
man gewöhnlich in algebraischen Gleichungen zu behandeln pflegt, ohne geregelten -
Ansatz durch eine Verbindung einfacher Schlüsse zu lösen. Sehr
brauchbar ist hiefür: Stubba Sammlung von algebraischen Aufgaben, verbunden -
mit einer Anleitung zur Auflösung derselben durch Verstandesschlüsse
2te Aufl. 1836. 22½ Sgr. Viele solcher Aufgaben lassen sich durch Linien
oder Rechtecke, die man nach bestimmten Verhältnissen theilt, sehr leicht ver¬Unsere -
vier ersten Stufen wird jede, auch die
anschaulichen und lösen. —
schwächste Elementarschule vollständig durchmachen müssen; in der gehobenen
Volksschule aber werden bei 5 Stunden wöchentlich etwa die 3 ersten Stufen
von der Unterklasse, die 4te u. 5te von der Mittelklasse, die 6te—8te Stufe
von der Oberklasse bearbeitet werden können.
Die hier empfohlene Methode hat sich seit mehreren Jahren im hiesigen -
Seminare aufs Beste bewährt. Ein nach ihr unterrichteter Cötus von
*)
Abgesehen von den beiden das kleine und große Einmaleins enthaltenden
Tafeln, die man auch lieber in der Form der pythagoräischen Tafeln sähe, ist es
uns nicht klar, zu welchem Zwecke Anhang XIII. „Vom Rechnen“ in die neuen Ausgaben -
des Kinderfr. von Pr. u. V. aufgenommen ist, da Kinder durchaus keiner
gedruckten Anweisung zum Rechnen bedürfen und die Tafeln über das Eins und Eins,
Eins weniger Eins, Eins in Eins selbst anfertigen müssen, die dort gegebenen
dürftigen Notizen aber keinem Lehrer genügen können.
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