Metadata : Glück, Christian Friedrich von: Hermeneutisch-systematische Erörterung der Lehre von der Intestaterbfolge nach den Grundsätzen des ältern und neuern Römischen Rechts, als Beytrag zur Erläuterung der Pandecten

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Erbschaft  machen  könnte,  so  wird  die  Erbschaft,  als
Lediggut,  dem  Fiskus  zugesprochen.
Bey  den  Römern  hatte  nach  L.  5.  Cod.  de  bonis
vacant.  ein  ganz  eigenes  Rechtsverfahren  bey  Untersuchung ¬
  eines  solchen  fiskalischen  Successionsfalles  Statt.
Es  bestand  darin.  Gewisse  Palatini,  die  dazu  eidlich
verpflichtet  waren,  wurden  vom  Kaiser  geschickt,  auf
deren  Antrag  der  Präses  der  Provinz,  und  zwar  wahrscheinlicher =
  Weise  derjenigen  Provinz,  worin  der  Verstorbene ¬
  sein  Domicilium  gehabt,  mit  Zuziehung  des  für
den  Fiskus  bestellten  Rechtsbeystandes  zuvörderst  die  persönlichen =
  Umstände  des  Verstorbenen  auskundschaften,  sodann =
  von  dessen  gesammten  Nachlasse  ein  genaues  Jnventarium =
  verfertigen,  und  hiernächst  ein  Proklama  ergehen -
  lassen  mußte,  worin  er  alle  und  jede,  die  etwa  ein
Erb=  oder  Eigenthumsrecht  an  dem  Nachlaß  zu  haben
vermeinen  möchten,  aufforderte,  solches  darzuthun,  und
mit  dem  Patron  des  Fiskus  auszufechten.  Die  Verordnung ¬
  der  Kaiser  Theodosius  und  Valentinian
L.  5.  C.  de  bonis  vacantibus  lautet  folgendergestalt:  Si
vacantia,  vel  alio  modo  bona  delata  legibus  ad  aerarium
perhibeantur,  certi  Palatini  electi,  et  iureiurando  obstricti
Imittantur,  ut  eorum  instantia  Praeses  provinciae  praesente ¬
  fisci  patrono  diligentur  inquirat,  cuius  vacans,  cadensque ¬
  fuerit  patrimonium,  quantumque  vel  quale  videatur:
ut  quum  data  reclamandi  copia,  nullum  id  [vel  iure  possidere, ¬
  vel  vindicare  constiterit,  locumque  aerario  factum
esse,  tam  ipsius  relatione,  quam  publicorum  monumentorum
fide  constiterit,  rerum  nobis  notitia  intimetur:  ut  iussu
nostro  vacantia,  vel  aliae  res  nomine  occupentur  aerarii.
Quae  forma  etiam  in  parte  bonorum,  vel  in  una  alterave
re,  seu  actione  una  vel  etiam  pluribus  servetur.  Nam  si
quid
            
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