fullscreen : ¬Die Grundlehren der Cession (1)

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Drittes  Kapitel.
des  Institor  keinen  Nutzen  mehr  zu  hoffen;  denn  nach  der  bonorum
venditio  ist  das  ganze  Vermögen  des  Institor  mit  Einschluß  der  zu
cedirenden  Klagen  bereits  auf  den  bonorum  emtor  übergegangen  10)
und  der  Principal  als  Concursgläubiger  auf  die  Erwartung  der  vom
bonorum  emtor  zu  zahlenden  Procente  beschränkt  1);  und  selbst  schon
vor  der  bonorum  venditio  würde  der  Institor  nach  stattgehabter
missio  in  bona  nicht  ohne  den  Cessionar  der  Paulianischen  Klage
und  dem  interdictum  fraudatorium  auszusetzen  12),  zur  Ertheilung
von  Cessionen  im  Stande  gewesen  sein.  Die  auf  Unkosten  des  Principals ¬
  begründeten  Forderungen  des  Institor  würden  also  bloß  die
Activmasse  vermehrt  haben  und  schließlich  in  der  Hauptsache  den  übrigen ¬
  Concursgläubigern  als  Bereicherung  zugefallen  sein,  wenn  der
Principal  lediglich  an  die  Person  des  Institor  sich  zu  halten  und
lediglich  aus  dessen  gegenwärtiger  Persönlichkeit  Rechte  abzuleiten  gehabt ¬
  hätte  (interposita  persona  ejus)  13).
Um  dieses  unbillige  Resultat  in  diesen  und  ähnlichen  Fällen  zu
vermeiden,  gestattete  der  Prätor,  so  oft  der  wirklichen  Cession  des  Institor ¬
  rechtliche  oder  thatsächliche  Hindernisse  im  Wege  standen  14)  wie -
  es  scheint  indeß  erst  nach  besonderer  Sachuntersuchung  15)  —,  daß
der  Principal  auf  Grund  einer  fingirten  Cession  aus  den  Contracten
des  Institor  utiles  actiones  suo  nomine  gegen  dessen  Schuldner  ableitete; ¬
  eine  Ableitung,  bei  welcher  dann  die  fingirte  Cession  nothwendig ¬
  vor  die  bonorum  venditio  verlegt  und  ohne  Zweifel  mit
dem  Erwerbe  der  directa  actio  als  dem  Eintritt  der  zur  Forderung
wirklicher  Cession  berechtigenden  Sachlage  16)  verknüpft  sein  wird,  weil
nur  auf  diese  Weise  der  Inhalt  der  betreffenden  Klagerechte  als  nicht
auf  den  bonorum  emtor  übergegangen,  sondern  als  dem  Principal
zur  Separatbefriedigung  überwiesen  angesehen  werden  kann.
10)  I.  25  §.  7  D.  quae  in  fraud.  cred.  (42.  8),  1.  40  D.  de  oper.  lib.
(38.  1),  Theophil.  III,  12.  —  of.  Gaj.  III,  78.  IV,  35.  —  —  11)  Theophil.
III,  12.  —  Ascon.  ad  Mil.  p.  54.  —  Seneca  de  benef.  IV,  39.  —  1.  7  D.
de  fideic.  libert.  (40.  5),  l.  25  §.  7  D.  quae  in  fraud.  cred.  (42.  8).  —  cf.
Keller,  Proc.  §.  39  not.  455.  —  §.  85  not.  1059.  1068.  —  —  12)  1.  6  §.  7.
I.  10  §.  16  D.  quae  in  fraud.  cred.  (42.  8).  —  —  13)  Ueber  den  Begriff  der
interposita  persona  vergi.  l.  4  D.  de  donat.  (39.  5),  l.  5  pr.  §.  2,  l.  11
§.  2  sqq.  D.  de  donat.  int.  V.  et  U.  (24.  1),  l.  12  D.  si  quid  in  fraud,
patr.  (38.  5),  1.  14  D.  quae  in  fraud.  cred.  (42.  8),  l.  32  §.  2  D.  ad  SCt.
Vellej.  (16.  1),  l.  32  §.  4  D.  de  adm.  et  per.  (26.  7).  —  v.  Scheuerl  in
Jahrb.  f.  Dogm.  Bd.  2  S.  19  ff.  ——  1)  Schol.  1  zu  Basil.  XVIII,  1  c.  1.
2  (suppl.  ed.  Zach.  de  Lingeth.  p.166):  kg  d    ν  ay  dvonν -
  u  u    —  habet  vero  et  utilem  actionem, -
  si  cedi  ei  non  possit.  —  of.  Lüneburg.  Stadtr.  Th.  II  Tit.  24
(Pufenborf,  observ.  IV,  p.  699).  ——  15)  1.  5  D.  de  praetor.  stipul.  (46.  6)
Idem  est  cett.  —  —  18)  S.  S.  189  ff.
            
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