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wird sie bey gleichförmiger Geschwindigkeit, von 3e
zwey, von 60 vier verlieren. Aber der Fall géschieht
mit beschleunigter Geschwindigkeit, und der Widerstand ¬
wird hiedurch bey grossen Höhen viel grösser.
Gesetzt eine Bleykugel fallt 5 Sek., lo sollte ihr Weg,
15.25 — 375 F. ſeyn. Hievon hâtte lie, wenn die
Bewegung nicht beschleunigt wäre, nur 25 Fuls verlohren. ¬
Aber die mittlere Geschwindigkeit innerhalb
der 4 letzten Sekunden verhält sich zu der am Ende
der ersten erlangten Geschwindigkeit wie 3 : 1. Man
muss also wegen der Zunahme der Geschwindigkeit
den Abzug auf 3. 25 — 75 Fuls setzen, und so findet
man die wahre Fallhôhe — 300 Fuls, lo wie lie in
Mariottens Tafel berechnet ist. Aus dieler Regel bestimmt ¬
nun Mariotte die grölstmögliche Geschwindig.
keit für diese Bleykugeln zu 140 Fuls in der Sekunde. ¬
(Wie mangelhaft die Regel ist ; dass die für den
Widerstand abzuziehende Höhe dem Fallraum und
der mittleren Geschwindigkeit proportional sey, sieht
man aus folgendem. Mariotte nimmt selbst da, wo
sich die Geschwindigkeit schon sehr dem constanten
Zustande nähert, nicht auf diese Aenderung Rücksicht,
londern berechnet die Werthe in seiner Tafel nach
derjenigen Geschwindigkeit, welche die Kugel im
Leeren würde gehabt haben. Er nimmt also an : die
Luft widerstehe nach Verhältnils einer Geschwindig.
keit, mit welcher die Kugel sich wirklich nicht bewarf. ¬
Hätte Mariotte hierauf Rücksicht genommen,
so würden seine Resultate beträchtlich anders ausgefallen ¬
seyn.)