Num. 1.
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zeugte nur mit wenigem seine Freude uͤber die
Barmhertzigkeit, die ihr widerfahren waͤre, priese
den HERRN daruͤber und empfahle sie seiner
Gnade und Bewahrung, reisete auch noch disen
Sonst schiene es gegen den
Tag wieder ab.
Abend, als ob sich die Hitze ein wenig gelegt
hatte und einige Besserung folgen wuͤrde.
Die Nacht darauf war sie wiederum sehr kranck
und konnte nicht ruhen, erinnerte sich aber allerhand -
schöner Verse, die von dem Blut und
Wunden JESU handelten.
Mit anbrechendem 10den Jul. ward es uͤberaus -
schlecht mit ihr, sie konnte auch den gantzen
Tag über, für grosser Schwachheit, sehr wenig
sprechen.
Jn der Nacht zwischen dem 10den und 11ten
liesse ihr der HErr etwas wiederfahren, was der
mehreste Theil seiner begnadigten Suͤnder eipfinden -
muß. Er entziehet ihnen nemlich das
Gefuhl seiner Gegenwart und den empfindlichen
Genuß seiner Gnade auf einige Zeit, damit sie
sich dessen nicht als eines Eigenthums anmassen,
nicht ein Recht daraus machen, noch dabey steben -
bleiben moͤgen, sondern das, was ihnen widerfahren, -
als pure Gnade und Erbarmung ansehen, -
der sie nicht wuͤrdig gewesen, ihre Haupt¬Sache -
aber hinfuͤro daraus machen sollen, sich
aus einer Stunde in die andere, als arme Sunder -
und Würmlein, in die einmahl geoͤffnete
Wunden JEsu glaubig zu verbergen und sich
darinn gantz verschliessen zu lassen, weil sie darinn -
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Vonade
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