Contents : Zeitschrift für Civilrecht und Prozeß (Bd. 8 (1835))

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, von den s. g. Adventitren.
Dagegen beruht-es wohl auf einem bloßen Mißverständnisse
des Wortes Militia, wenn Manche*) hier ein castrense,
oder quasi castrense Peculium des Filinssamilias annehmen.
.Zwar gab es wohl, nach dem Rechte des Coder, gewisse Arten
von Militia, deren Ertrag zum quasi Castrense des Fitius-
familias in dem Sinne des neuern römischen Rechtes ge-
hörte. Allein in den Pandekten konnte so etwas noch nicht
Vorkommen. Auch würde Ulpian, wenn hier von einem
Castrense oder quasi Castrense die Rede sein sollte, nicht für
nöthig erachtet haben, als Grund des eigenen Interesses
des Filinssamilias und weßhalb ihm für seine Person das
Mecht daraus zustehe, anzugeben, quia personae ejus co-
haeret. Denn dann wäre der Grund weit einfacher der
gewesen, weil das ganze Castrense den Vater nichts angeht,
sondern dem Filinssamilias gehört.
Wir wenden uns jetzt zu
Fr. 52. pr. I). 29, 2.
worin man ebenfalls ein Adventitium ertraordinarium gesucht
hat^). Die Stelle selbst lautet so:
Marcian. Lib. IV. Institutionum.
„Cum heres esset institutus filius et haberet patrem
furiosum, in cujus erat potestate, interponere se suam
benevolentiam Divus Pius rescripsit, ut, si filiusfami'
lias adierit; perinde habeatur, atque si paterfamilias
adiisset. Permisit, itaque ei, et servos hereditarios
manumittere.^
Der Sinn ist einfach der. Ein Filinssamilias kann ei-
gentlich nur auf Befehl seines Vaters, durch Antretung

Interp. jur. Lib. II. cap. 17. ur. 10. sqq. Schorch plsquis. de
'militiis ex casu ad Nov. 53. cap. 5. Glück Erlä'ut. der Pand.
B. XIX. S. L93, u> f.
s) Schon die Glosse äußert so etwas. Vergl. auch Rau 1. c. §. VIII
— X.
2) Zimmern a« a. O. Muehbenbruch c. I.

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