II. Spezieller Teil.
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zurzel enthält einen Harzsaft, der bei Verletzung austritt und erhärtet als
Scammonium oder Resina Scammoniae in den Handel kommt.
Seifenwurzel, Radix saponariae, ist die Wurzel der einheimischen ¬
Saponaria officinalis. Sie liefert beim Schütteln mit Wasser einen
schaumigen Auszug und wird außer medizinisch auch technisch, zum Waschen von
Wolle benützt.
Senegawurzel, Radix Senegae, ist die Wurzel der nordamerikanischen ¬
Pflanze Polygala Senega. Sie hat schwachen Geruch und bitterlichscharfen ¬
kratzenden Geschmack und ist wegen ihrer medizinischen Wirkung geschätzt ¬
und häufig verwendet.
Süßholzwurzel, Radix liquiritiae oder Radix Glycyrrhicae, ist der
holzige Wurzelstock von Glycyrrhiza glabra und Glycyrrhiza
echinata. Sie hat braune Rinde, einen gelben strahligen Holzkörper, schmeckt
angenehm süß und liefert mit Wasser extrahiert den als Hustenmittel geschätzten ¬
Lakrizensaft.
Tormentillwurzel, Radix Tormentillae, auch Blutwurzel, Ruhrrzel, ¬
kommt von der einheimischen Potentilla Tormentilla. Der Wurzelstock ¬
ist trocken fingerslang, längsrunzelig von braunroter Farbe, hart und stark
zusammenziehend schmeckend.
Veilchenwurzel,
Radix Iridis florentinae, heißt der knollige Wurzelstock ¬
der Schwertlilie Iris florentina. Die Veilchenwurz kommt meist geschält
in den Handel, ist von weißer Farbe, hart, hat angenehm veilchenartigen Geruch ¬
und aromatischen bitterlichen Geschmack. Sie findet in Pharmazie und in
Parfümerie Verwendung.
Wurmfarnwurzel, Radix filicis maris, ist der Wurzelstöck vom
in unsern Wäldern einheimischen Wurmfarn Aspidium filix mas. Ihr ätherischer ¬
Extrakt wird als kräftiges Mittel gegen den Bandwurm angewendet.
Zittwerwurzel, Radix Zedoariae, kommt von Curcuma Zedoaria. -
Sie hat stark aromatischen, kampferartigen Geruch und Geschmack.
c. Hölzer und Zweige.
ist das Holz der in Meriko
Anakahuiteholz,
Lignum anacabuitae,
eine etwas schleimige Abheimischen ¬
Cordia Boisseri. Es gibt mit Wasser
wird.
kochung, welche gegen Lungenschwindsucht empfohlen
dünne holzige Stengel und
Bittersüßstengel, Stipites Dulcamarae
Sie schmecken erst bitterZweige ¬
des bei uns häufigen Solanum Dulcamara.
Dulkamarin.
lich, dann süß und enthalten außer Solanin auch
sind die im Frühjahr gesamFichtensprossen, ¬
Turiones Pini,
melten, etwa 5 Zentimeter langen Sprossen unserer Kiefer oder Föhre, Pinus
(Terpentinöl), haben ansylvestris. -
Sie enthalten Harz und ätherisches Ö.
Geschmack.
genehm balsamischen Geruch und harzig=bitterlichen
Lignum sanctum, lignum
Guajakholz, Pockholz, Franzosenholz
Guajaci, kommt von dem auf den Antillen wachsenden Baume Guajacum offischwer ¬
spaltbar. Vercinale. ¬
Ein schweres Holz von dunkelgrüner Farbe,
Es enthält Guajakharz,
wendung zu Kegelkugeln, geraspelt medizinisch.
wenn man es anzündet.
schmeckt beim Kauen aromatisch und riecht ebenso
Quassia, Lignum Quassiae oder Lignum Quassiae Surinamensis,
häufig auch anderorts, im trostammt ¬
von einem in Surinam einheimischen,
pischen Amerika angepflanzten kleinen Baume Quassia Amara, es hat weißlichgelbe ¬
Farbe und äußerst bitteren Geschmack. Das mit seinem wässerigen Auszuge ¬
getränkte Papier ist unter dem Namen Fliegenpapier im Handel.
Sandelholz, weißes und gelbes, Lignum Santali album et citrinum:
das weiße stellt den Splint, das gelbe das reife oder Kernholz des Baumes